26.02.2020 - 11:28 Uhr
AmbergOberpfalz

Problemmüll sicher entsorgen

Eine unsachgemäße Entsorgung von Problemmüll kann gefährlich sein. Dieser Abfall darf nicht in der Mülltonne und auf keinen Fall in der Kanalisation oder in der Landschaft platziert werden. Die Materialien werden gesondert eingesammelt.

Die nächste Problemmüllsammlung ist am Samstag, 29. Februar.
von Externer BeitragProfil

Eine unsachgemäße Entsorgung von Problemmüll kann Menschen und die Umwelt gefährden. Dieser Abfall darf deswegen nicht in der Mülltonne und auf keinen Fall in der Kanalisation oder gar in der Landschaft platziert werden. Die Materialien werden gesondert eingesammelt. Das nächste Mal ist das laut einer Pressemitteilung der städtischen Abfallberatung am Samstag, 29. Februar, der Fall.

An diesem Tag können alle Amberger, die an die Müllabfuhr angeschlossen sind, gefährliche Abfälle gratis im Wertstoffhof des Industriegebiets Nord (Max-Planck-Straße 25/Zufahrt August-von-Borsig-Straße) abgeben - am besten unvermischt und im Originalbehälter. Möglich ist das von 8 bis 12.30 Uhr.

Die Abfallberatung weist in ihrem Schreiben besonders auf die Gefahrsymbole hin, mit denen Verpackungen der betreffenden Stoffe gekennzeichnet sind. Worte wie giftig, reizend, entflammbar, ätzend, explosiv, entzündlich, umweltgiftig seien ebenfalls eindeutige Hinweise darauf. Beispiele für Problemmüll sind: Desinfektionsmittel, Entkalker, Rohr- und Abflussreiniger, Sanitärreiniger, Duftsteine, Backofen- und Grillreiniger, Metallputzmittel, Möbelpolituren, Bohnerwachse, Lederpflegemittel, Mottenschutzmittel, Fleckentferner, Schuhputzmittel, Nagellackentferner und Imprägniermittel. Auch diese Chemikalien sind Problemmüll: Klebstoffe, Dichtungs- und Spachtelmasse, Montageschäume, Foto- und Laborchemikalien, Kaltreiniger, Säuren, Laugen, Maschinenöle, Emulsionen, Petroleum, Kühl- und Lösemittel.

Gesondert entsorgt werden müssen auch Ölfilter, Autopflege- und Frostschutzmittel, Bremsflüssigkeiten, Autobatterien, Spachtelmasse, Autolacke, Schmieröle und -fette sowie Unterbodenschutz. Gleiches gilt grundsätzlich für Beizen, Holzschutzmittel, Farben, Lacke, Lasuren mit organischem Lösemittel, Rostumwandler, Pinselreiniger, Terpentinersatz, Verdünner sowie Pflanzenschutz- und Schädlings-Bekämpfungsmittel. Auch Kondensatoren, Gegenstände aus Zinn und Blei, Quecksilberthermometer, Feuerlöscher und Spraydosen dürfen nicht in die Mülltonne.

Die Verkäufer von Motoren- und Getriebeölen sind laut Angaben der Abfallberatung gesetzlich verpflichtet, bei ihnen bezogenes Öl kostenlos zurückzunehmen. Für fremde Öle können Gebühren fällig werden. Die städtische Abfallberatung gibt den Tipp, den Kassenbeleg an den Ölbehälter zu kleben und das Originalgebinde aufzuheben. Altöl, dessen Verkaufsstelle nicht mehr bekannt ist, wird bei der städtischen Problemmüllsammlung gegen eine Gebühr angenommen. Gebindegrößen bis zehn Liter kosten 2,50 Euro pro Stück. Dabei sei es egal, wie viel Altöl sich tatsächlich in dem Behälter befindet. Das Umfüllen vor Ort ist nicht gestattet.

Folgende Stoffe werden bei der Amberger Problemmüllsammlung nicht angenommen: völlig ausgehärtete Altlacke und Dispersionsfarben, Arzneimittel, Kosmetik, Körperpflegemittel und Glühbirnen. Dies könne in der heimischen Restmülltonne entsorgt werden. Sondermüll aus Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft darf ebenfalls nicht angeliefert werden. Autobatterien werden an beiden Wertstoffhöfen gegen eine Gebühr von 3,10 pro Stück angenommen. Asbesthaltige Dach- und Fassadenplatten können auf der Bauschuttdeponie Laubhof (Telefon 09664/15 96) angeliefert werden. Bei der Entsorgung von Munition, Spreng- und Feuerwerkskörpern und anderen pyrotechnischen Artikeln müssen sich Verbraucher laut der Pressemitteilung an die Polizei wenden.

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