19.01.2020 - 13:55 Uhr
AmbergOberpfalz

Reisetaube Neumühle ehrt seine Vereinsmeister

Die Mitglieder werden immer weniger, doch die Schlaggemeinschaften Retzer und Auerbacher sorgen immer noch für Erfolge beim Brieftaubenzuchtverein Reisetaube Neumühle.

Die Vereinsmeister von Reisetaube Neumühle: 2. Vorsitzender Roland Behr (von links) ehrt Wolfgang Auerbacher sowie Petra und Anton Retzer.
von Autor GFProfil

Der Brieftaubenzuchtverein „Reisetaube Neumühle“ ist schon gut über ein halbes Jahrhundert alt. Die „Brieftauberer“ züchten ihre Tiere mehr oder minder im Wagrainviertel und Ammersricht. Der Verein hat aktuell nur mehr zwei „reisende Schläge“, die von Petra und Anton Retzer sowie Gabriel und Wolfgang Auerbacher, die auch die Vereinsmeisterschaft unter sich aufteilten.

Auf 10.578 Preiskilometer kamen vergangenes Jahr die Brieftauben von Petra und Anton Retzer, deren beste weibliche Brieftaube 6873 Preiskilometer geflogen ist. Petra und Anton Retzer stellen auch den Jährigenmeister, auch die beste weibliche Taube und wurden damit 2. Vereinsmeister.

Den ersten Platz belegten Gabriel und Wolfgang Auerbacher, deren Tauben zusammen 16.901 Preiskilometer geflogen sind. Die Auerbacher haben auch den Männchenmeister, das beste Männchen und die beste einjährige männliche Taube gezüchtet. Bei der Siegerehrung bedauerte der Vereinsvorsitzende Wolfgang Auerbacher, dass sich die Zahl der Vereinsmitglieder mehr und mehr verringere. "Aber die Schlaggemeinschaften Retzer und Auerbacher haben immer noch gute Erfolge eingeflogen."

Im April begannen die ersten Preisflüge ab Kirchberg mit einer Entfernung von knapp 150 Kilometern, aber binnen sieben Minuten hätte gut ein Drittel der aufgelassenen Tauben die heimischen Schlägen wieder erreicht. Die Entfernungen seien gesteigert worden, bis schließlich die Tauben im mehr als 600 Kilometer entfernten Margival (Frankreich) ihren Rückflug angetreten hätten und das in einer Höhe von gut 1500 Metern.

Während der letztjährigen Hitzeperiode hatte die Flugsicherungskommission des Verbands zum Wohl der Tauben ein deutschlandweites Flugverbot angeordnet, so dass erst wieder im August Wettflüge ausgerichtet werden konnten. Erneut ab Kirchberg und Mitte September ab Hockenheim, das gut 250 Flugkilometer entfernt ist. Viele Züchter konnten ihre Tauben nur eingeschränkt auflassen, sagte Auerbacher, da die Jungtiere wegen der sommerlichen Dauerhitze erkrankt waren.

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