Amberg
09.07.2019 - 14:16 Uhr

Risse in Amberger Dreifaltigkeitskirche

Besorgniserregend waren die Mienen des Pfarrers von Hl. Dreifaltigkeit, Ludwig Gradl, und des Kirchenpflegers Günter Preißl, als sie sich zum Ortstermin im Gotteshaus trafen. Denn die Pfarrei steht vor einer großen Herausforderung.

Zwischen Chorraum und Langhaus der Pfarrkirche zeigt sich seit zwei Jahren ein sich kontinuierlich fortsetzender Riss, der sich nach oben stark öffnet und sich nach unten mit weiteren diagonalen und vertikalen Rissen bis in die Sakristei fortsetzt. Eine Nachgründung des Chors zur Beseitigung des Risses erfordert eine umfangreiche Baumaßnahme mit Kosten in Höhe von 200 000 Euro. Bild: ads
Zwischen Chorraum und Langhaus der Pfarrkirche zeigt sich seit zwei Jahren ein sich kontinuierlich fortsetzender Riss, der sich nach oben stark öffnet und sich nach unten mit weiteren diagonalen und vertikalen Rissen bis in die Sakristei fortsetzt. Eine Nachgründung des Chors zur Beseitigung des Risses erfordert eine umfangreiche Baumaßnahme mit Kosten in Höhe von 200 000 Euro.

Grund der Sorge ist die Rissbildung im Presbyterium der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit. Laut Ludwig Gradl ist eine umfangreiche Sanierung mit Kosten in Höhe von rund 200 000 Euro unumgänglich.

"Vor fast zwei Jahren mussten wir feststellen, dass sich zwischen Chorraum und Langhaus der Pfarrkirche ein Riss bildet, der sich nach oben stark öffnet und sich nach unten mit weiteren diagonalen und vertikalen Rissen bis in die Sakristei fortsetzt", informierte der Geistliche bei einem Ortstermin. Im Dach bei der Traufe ist laut Gradl der Riss in einer Baufuge an die acht Zentimeter breit.

Rund 200 000 Euro

Inzwischen haben differenzierte Untersuchungen ergeben, dass sich das Langhaus der Kirche und noch die Nordostecke im Übergang zum Chor auf Felsen befinden, der Chor aber vorwiegend auf sandigem Untergrund. "Obwohl dieser Baugrund tragfähig ist, reagiert er auf Änderungen im Grundwasser, womit es zu Setzungen, wie in unserem Fall, kommen kann", erläuterte Pfarrer Gradl und ergänzte: "Das bedeutet, dass der Chor in Richtung Osten nach unten wegkippt". Er stellte fest, dass der Chor komplett auf den tiefliegenden Felsen mit Beton nachgegründet werden müsste, um dem entgegenzuwirken. "Dies bedeutet eine umfangreiche Baumaßnahme, die mit 200 000 Euro zu Buche schlägt", hob Pfarrer Gradl hervor.

Keine Einsturzgefahr

Laut Kirchenpfleger Günter Preißl hat bereits eine Besprechung mit Ingenieuren und dem Bischöflichen Baureferat stattgefunden. Das Ergebnis sei gewesen, dass eine akute Einsturzgefahr und Gefährdung aus statischer Sicht nicht bestehe. Preißl: "Eine Maßnahme zur Sanierung ist aber unabdingbar und ist von einer weiteren Bewegung abhängig. Deswegen unterliegen die Risse einem laufenden Monitoring." Die Kirchenverwaltung hat nach seinen Aussagen beschlossen, dass eine Baumaßnahme im Zusammenhang mit einer mittelfristigen Dachsanierung vorgenommen werden soll, sofern kein akuter Handlungsbedarf besteht.

"Wir sehen mit Sorge auf diese vor uns liegenden Sanierungsmaßnahmen, da die finanziellen Mittel auf den laufenden Haushalt beschränkt sind", sagte der Pfarrer und der Kirchenpfleger nickte. Beide appellieren an die Gläubigen, für die kommende Kirchenrenovierung zu spenden. Das Spendenkonto der Kirchenstiftung Hl. Dreifaltigkeit hat folgende Iban: DE 70 752 500 00 0200 659 738. Als Spendenzweck ist das Wort "Kirchenrenovierung" anzugeben.

Mit Besorgnis begutachten der Kirchenpfleger der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit Günter Preißl und Stadtpfarrer Ludwig Gradl den Riss im Presbyterium der Dreifaltigkeitskirche. Bild: ads
Mit Besorgnis begutachten der Kirchenpfleger der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit Günter Preißl und Stadtpfarrer Ludwig Gradl den Riss im Presbyterium der Dreifaltigkeitskirche.
 
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