10.12.2019 - 12:42 Uhr
AmbergOberpfalz

Ron Glaser beschert Weihnachten nach Elvis-Art

Kein anderer hat so viele Nachahmer gefunden wie Elvis Presley. Zumeist solche, die wie Hanswursten im Glitzeranzug über die Bühne toben. Doch mit Ron Glaser gibt es einen, der dem Superstar nahe kommt. Mit seiner Stimme und Körpersprache.

Er war noch nicht geboren, als Elvis Presley am 16. August 1977 starb. Dennoch macht der Österreicher Ron Glaser die Songs des King of Rock'n'Roll mit schier unglaublich ähnlicher Stimme nach. Das hat ihm unterdessen weltweit Respekt und Anerkennung eingebracht.
von Autor HOUProfil

Da war er wieder, der Mann aus der Alpenrepublik. Ein 35-Jähriger, der bis weit nach Mitternacht zuhört, wenn ihm jemand an der Hotelbar ein paar Geschichten von seinem Idol und dessen Manöveraufenthalten in der Oberpfalz erzählt. Ron Glaser ist seit drei Jahrzehnten Elvis-Fan. Doch er sammelt nicht nur jeden Schnipsel. Er kann auch textsicher nahezu alle der fast 1000 Songs von Elvis Presley auf seine Art interpretieren. Das vermag kein anderer.

Volles Haus im Musikomm

Ron Glaser vor vollem Haus im Musikomm. Mit einem Weihnachtsprogramm, das erst in der zweiten Hälfte zu einem Christmas-Special wird. Im ersten Teil serviert der Österreicher zusammen mit seiner famosen Band The Ridin' Dudes einen Teller mit Appetithappen aus Rock and Roll, Country, Soul und Reggae. Kostproben von Chuck Berry, Buddy Holly, Wilson Pickett und Glen Campbell. "Rhinestone Cowboy", "Mustang Sally", "Run, Run Rudolph". Weihnachten ist da noch weit weg.

Doch dann, nach einer Stunde und anschließender Pause, bekommt diese Show Glanzlichter der unglaublichen Art. Elvis nahm während seiner Karriere zwei Christmas-LPs auf. Er hatte dabei den Anspruch, mit seiner Stimme neue Wege zu gehen. Ron Glaser legt Presleys Songs unter den Christbaum, und sofort ist das so, als ob nicht 60 Jahre seit den Originalaufnahmen dazwischen liegen würden.

Es gibt "Blue Christmas" und "Santa Claus Is Back In Town". Schwierige Nummern, weil Presley da Stimmungen hineinpackte. Es zeigt sich: Ron Glaser kommt Elvis nicht nur musikalisch nahe, er kann auch genau die gleiche Atmosphäre herstellen wie der Mann aus Tupelo (Mississippi). "Winter Wonderland" gehört zum Programm und natürlich muss der Uptempo-Song "Santa Bring My Baby Back To Me" sein. Der junge Sänger, den die hochprofessionelle Band glänzend in Szene setzt, hat bei seiner Auswahl sehr tief in die Elvis-Schatztruhe gegriffen. Da nahen dann Höhepunkte wie "I Got A Feeling In My Body".

Presley hatte in den Stax-Studios von Memphis (Tennessee) alles in dieses Lied gepackt, was er 1974 an Können aufzubieten vermochte. Ron Glaser geht in Augenhöhe mit ihm und er tut das auch bei "White Christmas". Wieder stehen da Musiker an seiner Seite, die mit ihrem Backgroundgesang einen Vergleich mit der den King of Rock 'n' Roll über viele Jahre hinweg begleitenden Truppe The Jordanaires nicht zu scheuen brauchen.

Als Lohn rauschender Applaus

Stehender Beifall für einen sympathischen Frontmann, der an diesem Abend zeigt, dass er und seine Leute auch selbst zu komponieren vermögen. Zum Finale "Suspicious Minds" und damit etwas aus der letzten Schaffensperiode von Elvis, der in wenigen Tagen 85 Jahre alt werden würde. Auch diesen Evergreen kriegt Glaser routiniert auf die Reihe und macht damit große Lust auf ein Wiedersehen. Nächstes Jahr will er kommen und Songs präsentieren, die Elvis Presley zu seinen Hollywood-Filmen aufnahm. Und ja: Der Mann wird dabei auf ein zwischenzeitlich treues Amberger Publikum zählen können. Weil er schlichtweg anders ist als all die anderen Elvis-Nachahmer.

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