06.04.2020 - 13:56 Uhr
AmbergOberpfalz

Round Table spendet 600 selbstgeschneiderte Gesichtsmasken

"Service To The Community", Dienst an der Gemeinschaft, heißt eines der Ziele von Round Table. Seit fast 48 Jahren handeln die Amberger Tabler danach.

Rund 600 Gesichtsmasken aus eigener Produktion liefern Vertreter von Round Table (RT) 69 Amberg bei der Annahmestelle in der ehemaligen Stadtsparkasse ab. Rechts der neue RT-Präsident Thomas Wacker; in der Mitte Nicole Asmus, die Vertreterin „Ladies’ Circle“, ein neuer Serviceclub, der bei der Maskenherstellung beteiligt war.
von Autor USCProfil

Inmitten der Coronapandemie setzen die Round Tabler ein Zeichen für gelebten Bürgersinn: Ihre Frauen, deren Mütter und Mitglieder des neuen Damenclubs "Ladies Circle" Amberg nähten rund 600 Gesichtsmasken und lieferten sie bei der Sammelstelle in der ehemaligen Stadtsparkasse ab. Vermittler war Stadtrat Konrad Wilfurth.

Martin Asmus besorgte bei der Stadt am vergangenen Dienstag 16 Stoffbündel und verteilte sie an 15 Familien. Das Rohmaterial wurde dort durch Abkochen quasi sterilisiert. Die Männer übernahmen das Ausschneiden des Stoffs, und dann surrten die Nähmaschinen. 20 bis 30 Minuten, so schätzt Asmus, saßen die Schneiderinnen aus allen Altersgruppen an einer Maske. Ihr tägliches Pensum dehnten sie auf bis zu neun Stunden aus. Am Freitagnachmittag standen dann die Tabler mit vollen Taschen vor der ehemaligen Stadtsparkasse in der Herrnstraße, um die Spenden an der Sammelstelle abzugeben. Mit dabei war die Gründungspräsidentin von "Ladies' Circle" (LC) Amberg, Nicole Asmus.

Erstmals in seiner 48-jährigen Geschichte musste Round Table 69 Amberg heuer auf die feierliche Präsidiumsübergabe verzichten. Sie fiel der Coronapandemie zum Opfer. Vorjahrespräsident Michael Rogenhofer übermittelte eine Bilanz, nach der allein 10 000 Euro an den Sozialdienst katholischer Frauen geflossen sind, auch als Anerkennung für das Engagement des SkF bei der Betreuung von Pflegekindern. Der Club förderte überdies die Jugendhilfestation Amberg und den Kindergarten Christkönig, dem er eine neue Rutsche schenkte.

Sobald es die Coronapandemie zulässt, wollen sich die Tabler wieder bei verschiedenen Aktionen einbringen, kündigt der neue Clubpräsident Thomas Wacker an. Das Entenrennen wird aber am ursprünglich geplanten Termin am 26. April keinesfalls starten. Ein späterer Ausweichtermin - vielleicht beim zweiten verkaufsoffenen Sonntag am 4. Oktober - steht noch nicht fest. Einen Beitrag will der Club aber auch für die Amberger Luftnacht am 5. September leisten.

Neben ihrem sozialen Engagement pflegen die Amberger Tabler Kontakte zu allen europäischen "Tischen", die wie sie die nationale Clubnummer 69 führen. Das reicht von Südfrankreich bis Finnland. Einige Aktive fuhren 2019 zum m Welttreffen nach Rumänien.

Am 27. Juni steht die Charterfeier von Ladies' Circle 85 Amberg ins Haus. Dieser Damen-Serviceclub ist international eng mit Round Table verbunden, dem nur junge Männer zwischen 18 und 40 angehören dürfen. Im September richtet der Tisch mit dem Sozialdienst katholischer Frauen wieder das jährliche Pflegekinderfest aus.

Die Führungsmannschaft von RT 69 bilden im 2020/21 Präsident Thomas Wacker, Vizepräsident Stephen Trepesch, Past-Präsident Michael Rogenhofer, Kassier Markus Schuller, Sekretär Florian Hufnagel, PR-Beauftragter Andreas Wismet und International Relations Officer Andreas Heil.

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