Bolivien hat als erstes Land der Welt die Natur als eigenständiges Rechtssubjekt in seiner Gesetzgebung verankert. Wie wichtig es den Einwohnern ist, besingen Sacambaya im Amberger Kulturwerk. Es ist nicht der erste Auftritt, der Musiker aus Bolivien. Sie gehen weltweit auf Tournee, um den Menschen zu begegnen und von ihrer indigenen Tradition zu erzählen.
Der Begegnungsabend im Zuge der Katholischen Erwachsenenbildung soll den Austausch zwischen den Kulturen fördern. Im Oktober 2012 war in Bolivien das "Rahmengesetz der Mutter Erde und ganzheitlicher Entwicklung zum guten Leben" verabschiedet worden. Sacambaya klären nicht nur über Natur und Umweltschutz auf. Gleichzeitig informieren sie über Wassermangel- und Versorgung in ihrer Heimat. Sie unterstützen mit Spenden für ihre musikalische Darbietungen den Verein Runa Masi. Verschmutztes Wasser ist die Ursache für die meisten Todesfälle in Bolivien. Vor allem auf dem Land sind Konzerne nicht daran interessiert, Leitungen zu bauen. Daher muss die Bevölkerung selbst anpacken. Durch Aufklärung und die Vermittlung von Wissen sowie finanzielle Unterstützung entstehen jetzt Trinkwasser- und Bewässerungsprojekte. Diese erhöhen die Zukunftsperspektiven von Kleinbauern und die Attraktionen der Großstädte haben kaum Einfluss auf ihre Lebensplanung.
"Jeder ist ein Fremder in einem anderen Land" singen sie zur Einstimmung. Viele indianische Elemente erinnern an die typischen Instrumente der ländlichen Anden. Panflöte in allen Variationen und kleine Bambus- und Holzflöten wie die Quena. Traditionelle Kleidung bringen Sacumbaya auch mit. Poncho und Melone tragen sie selber. Den wärmenden Pullover aus Alpaka-Wolle gibt es zu kaufen. Der Multi-Chor aus Sulzbach-Rosenberg steht farbenfroh auf der Bühne und singt israelische Lieder, eine jazzige Freedom-Suite und Rio Reisers "Vier Wände".













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.