08.04.2019 - 14:05 Uhr
AmbergOberpfalz

Schlüsseldienst langt kräftig zu

578 Euro für den einmaligen Einsatz eines Schlüsseldienstes zum Öffnen einer ins Schloss gefallenen Wohnungstür - ist das gerechtfertigt? Eher nicht, sagt die Polizei und ermittelt wegen Wuchers.

Symbolbild.
von Markus Müller Kontakt Profil

Als sie so plötzlich ohne Schlüssel vor ihrer ins Schloss gefallenen Wohnungstür stand, kam eine 35-jährige Ambergerin auf die Idee, sich per Internet aus ihrer Notlage helfen zu lassen. Auf diesem Weg geriet sie an eine Hotline, die sie mit einem nicht ortsansässigen Schlüsseldienst verband. Dieser schickte einen Fachmann vorbei, der die Tür mit einem Sperrhaken recht einfach und ohne große Mühe öffnete.

Allerdings sah der "Experte" danach noch die Notwendigkeit, den kompletten Schließzylinder zu wechseln. Dafür verlangte er stolze 578 Euro, und zwar in bar. Um diese Zahlungsart zu ermöglichen, ging der Fachmann „freundlicherweise“ sogar mit zur Bank. Nachdem er sein Geld erhalten hatte, versprach er, der 35-Jährigen auch noch eine Rechnung zuzuschicken. Das unterblieb aber. Die Kundin wartete einige Tage ab und wandte sich dann an die Polizeiinspektion Amberg. Die ermittelt nun wegen Wuchers.

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