21.07.2019 - 11:16 Uhr
AmbergOberpfalz

Schönwerth-Realschule verabschiedet Absolventen

Das kann sich sehen lassen: Von 173 erfolgreichen Teilnehmern bei der Abschlussprüfung an der Schönwerth-Realschule haben fast zehn Prozent einen Notendurchschnitt zwischen 1,17 und 1,45 geschafft.

Großen Beifall ernteten die jahrgangsbesten Absolventen, die einen Notendurchschnitt zwischen 1,17 und 1,45 geschafft haben. Hier auf der Bühne des ACC mit Schuldirektor Matthias Schall (links) und dem Vorsitzenden des Elternbeirats, Heiko Schneider.
von uscProfil

Etwas außergewöhnlich fiel in der Abschlussfeier die Rede des Schulleiters aus. Kein Rückblick mit Highlights, keine euphorischen Ausführungen zu den tollen Berufschancen mit der Mittleren Reife in der Tasche. Das taten andere. Direktor Matthias Schall widmete sich dem facettenreichen Thema „Glück“.

Was ist Glück? Und gibt es ein Rezept oder eine Formel zum Glücklichsein? Diese Fragen stellte er in den Raum sprich Saal des ACC, dessen Sitzplätze angesichts der zahlreichen Absolventen, Eltern und Geschwister gerade noch ausreichten. Die Theatergruppe der Schule, die heuer ein Stück zu diesem Thema aufgeführt hatte, machte sich laut Schall Gedanken darüber, was Glück sein kann. „Sie ist beispielsweise zu dem Ergebnis gekommen, dass man wahres Glück nicht kaufen kann und auch viele Follower kein Glück verheißen“, so der Schulleiter. Das Fazit sei gewesen: „Such das Glück nicht in weiter Ferne, such’s nicht dort und such’s nicht hier, das Glück wohnt nur in dir.“

Schall beließ es nicht bei allzu grauer philosophischer Betrachtung, sondern hatte auch an den Unterhaltungswert seiner Rede bei einer Entlassfeier gedacht: „Leute, die Rockmusik und/oder Metal hören, sind glücklicher als andere. Das wollen israelische Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden haben. Frühaufsteher sind angeblich zufriedener als diejenigen, die erst spät aufwachen“, zitierte er. Und dann lachte das Auditorium hellauf: „Wer schummelt, ist glücklicher. Egal ob beim Gamen oder beim Spicken – es führt dazu, dass wir uns glücklich fühlen“, versicherte der Schulleiter.

Konrektor Andreas Rupprecht hatte bei der Begrüßung den Ratschlag passend zum Thema parat: „Suche das Glück und das Glück sucht dich.“ Im Beisein von Vertretern weiterführender Schulen, der Berufsberatung und der Handwerkskammer machte Rupprecht den jungen Leuten klar, dass sie im weiteren Leben noch viel lernen müssten. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf die Studienangebote vor Ort an der OTH Amberg-Weiden.

„Heute ist ein Tag des Feierns und des Dankens“, sagte OB Michael Cerny. Die Absolventen hätten sich gute Chancen für ihre Zukunft erarbeitet und ein super Fundament dafür gelegt, betonte er anerkennend. „Unsere Ausbildungswelt ist derzeit so flexibel, dass man eigentlich gar nichts falsch machen kann“, meinte Cerny. Er verwies auch auf die tollen Arbeitsplätze, die die Region zu bieten habe.

Der Vorsitzende des Elternbeirats, Heiko Schneider, der das Schwimmen als vergleichende Grundlage seiner Betrachtungen gewählt hatte, ermunterte die Absolventen, auch gegen den Strom zu schwimmen, denn Zivilcourage sei heute wichtiger denn je. Artig bedankte sich die Sprecherin der Absolventen, Laura Baumer, sowohl bei den Lehrern für erwiesene Hilfe, Mühe und Geduld als auch bei den Eltern, die zahlreich zur Entlassfeier gekommen waren.

An der Abschlussprüfung nahmen 177 Schüler aus sieben Klassen in allen Zweigen bzw. Ausbildungsrichtungen (Naturwissenschaftlicher Zweig, Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen, Französisch und Werken) teil. Vier schafften die Prüfung nicht. Als Jahrgangsbeste mit einem Notenschnitt bis 1,45 wurden auf großer Bühne geehrt: Julia Geißdörfer mit 1,17, Annika Forster und Edwin Waal 1,18, Jasmin Golcer und Simon Madl 1,27, Xenia Maier und Leo Vogl 1,36, Veronika Meyer 1,40, Lea Kubitschek 1,42, Elisabeth Depperschmidt, Jessie Foster, Theresa Gebhard und Lena Wittmann 1,45. Applaus ernteten auch die Big Band, die Schulband und die Theatergruppe mit ihrem Auftritt „Was ist Glück?“.

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