15.01.2020 - 14:09 Uhr
AmbergOberpfalz

Schultheatertage Amberg: Bühne frei für junge Leute

Schule ist mehr als Lesen, Schreiben, Rechnen und Computer, findet Michael Cerny. Umso mehr freut es ihn, dass es die Schultheatertage in Amberg gibt. Zum Auftakt am Valentinstag gibt es im Stadttheater Ausschnitte aller Stücke.

Mit Oberbürgermeister Michael Cerny (hinten, Zweiter von links), Kulturreferent Fabian Kern (vorne, Dritter von rechts), Kulturamtsleiter Reiner Volkert (hinten links), Theaterberaterin Barbara Hauck (vorne links) und Kathrin Schmidt von der Sparkasse (vorne, Dritte von links) stellten die Leiter der Theatergruppen der beteiligten Schulen das Programm der Schultheatertage vor.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Sowohl Cerny als auch Kulturreferent Fabian Kern lobten das Engagement der Schulen und insbesondere der Lehrkräfte, die die Theatergruppen betreuen, und hoben hervor, wie bereichernd Theaterspielen für junge Leute sein kann. "Jeder Einzelne profitiert", so der Oberbürgermeister. Und auch die Stadt profitiere: "Wir bekommen ein schönes Programm bei den Schultheatertagen." Den beteiligten jungen Schauspielern wünschte er, dass viele Zuschauer den Weg zu den Veranstaltungen in den Schulen finden werden. "Ich finde es toll, dass es die Schultheatertage gibt", freute sich Kulturreferent Kern. Er verwies besonders auf die Auftaktveranstaltung, die am Valentinstag (Freitag, 14. Februar) im Stadttheater über die Bühne geht.

Das Stück "Die Räuber. Schiller für uns"führt die von Nina Kohl geleitete Theatergruppe der Mittel- und Oberstufe des Max-Reger-Gymnasium am Donnerstag, 12. März, um 19.30 Uhr im Jugendzentrum Klärwerk auf. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern, deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnten. Eine Intrige verletzt die eine Schwester so sehr, dass sie alle gesellschaftlichen Brücken hinter sich abbricht.

Weiter geht es mit der Aufführung der Oberstufe des Erasmus-Gymnasiums am Donnerstag, 18. März, um 19 Uhr in der Schulaula. Unter der Leitung von Elisa Romfeld studieren die Schüler "Frühlings Erwachen 2020"ein. Das 1891 erschienene gesellschaftskritisch-satirische Drama von Frank Wedekind verlegen sie in die Jetzt-Zeit. Es geht um Probleme von Jugendlichen wie Internet, Sexualität sowie Autoritäten und den unterschiedlichen Umgang damit.

Mit Romeo und Julia

Die von Peter Ringeisen geleitete Theatergruppe der siebten bis zwölften Kassen der Dr.-Johanna-Schulen zeigen im Gerhardingersaal am Montag, 30. März, um 19.30 Uhr "Die Mauer"nach Max Frischs "Die chinesische Mauer". Anlässlich eines Mauerbaus des chinesischen Kaisers wird ein Fest gefeiert, eingeladen sind historische und literarische Figuren. Spannend zu erfahren, worüber sich Pontius Pilatus, Romeo und Julia, Don Juan oder Kolumbus unterhalten.

Mit einer Eigenproduktion bringt sich die von Claudia Ried geleitete Mittel- und Oberstufentheatergruppe des Gregor-Mendel-Gymnasiums bei den Schultheatertagen ein. "Das Experiment"ist am Dienstag, 31. März, und Mittwoch, 1. April, um 19.30 Uhr in der Mensa zu sehen. Grundlage des Stücks ist das Stanford-Prison-Experiment, bei dem Freiwillige eine Gefängnissituation nachstellen, wobei ausgelost wurde, wer Gefangener oder Wärter ist.

Rollen wurden ausgelost

Wie Spielleiterin Claudia Ried erklärte, wurden auch unter den Schülern die Rollen ausgelost. Ried leitet auch die Gruppe "Obstsalat" mit ehemaligen Theaterschülern des GMG. Mit ihr führt sie "Jedes Wort zählt"am Samstag, 25. April, um 19.30 Uhr im Club La Vidda auf. Diese Eigenproduktion basiert auf dem Roman "Vox". Es geht um Amerika in naher Zukunft: Frauen müssen daheim bleiben, es ist ihnen nicht erlaubt, mehr als 100 Wörter pro Tag zu sprechen. Sind es mehr, verpasst ihr ein Armband, das die Wörter zählt, Stromschläge. Ob es für eine Mutter und ihre Tochter aus diesem modernen Gefängnis einen Ausweg gibt? Vielleicht weiß eine Freundin der Mutter Rat.

Mit ihrer Unterstufen-Theatergruppe des Erasmus-Gymnasiums treten Sandra Häusler und Susanne Rosemann am Donnerstag, 7. Mai, um 19.30 Uhr, in der Aula der Schule auf. Auf die Bühne gebracht wird "Isa", ein modernes Märchen. Es handelt von einem Mädchen, das eine Außenseiterin ist, gemobbt wird, aber dank ihrer super-coolen Oma, die den Song ihrer Enkelin auf Youtube stellt, zum Teenie-Idol wird. Aber ob es das Mädchen glücklich macht? Den Schlusspunkt der Schultheatertage setzen die Fünft- bis Achtklässler des Max-Reger-Gymnasiums am Donnerstag, 9. Juli, um 19.30 Uhr im MRG-Meditationsraum. Unter der Leitung von Gabi Biehler und Simone Nimmerrichter führt die Theatergruppe "Irgendwas mit Märchen"auf.

Info:

Auftakt an Valentin

Der Eintritt zu allen Aufführungen der Schultheatertage sind frei, so auch die Auftaktveranstaltung, bei der am Freitag, 14. Februar (Valentinstag), um 19.30 Uhr, mehr als 100 Beteiligte Ausschnitte aus ihren jeweiligen Produktionen im Stadttheater zeigen werden. Das Oscar-Wilde-Zitat „Die Bühne scheint mit der Treffpunkt von Kunst & Leben zu sein“ ist das Motto des Abends. Platzkarten sind ab Dienstag, 28. Januar, bei der Tourist-Information am Hallplatz erhältlich.

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