03.03.2019 - 10:14 Uhr
AmbergOberpfalz

Schwerere Krankheiten, kürzere Behandlungsdauer

Im Klinikum St. Marien wurden 2018 mehr schwere Erkrankungen behandelt als noch im Vorjahr. Im Schnitt verlassen Patienten die Klinik schneller wieder. Das geht nur mit intensiverer Behandlung in kürzerer Zeit.

Das Amberger Klinikum hat 2018 mehr schwerere Fälle behandelt, die Verweildauer verkürzte sich gleichzeitig.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

"Wir sind mit unseren Zahlen auf einem sehr hohen Niveau", so lautete das Fazit von Manfred Wendl, dem Vorstand des Klinikums St. Marien, bei einer Sitzung desVerwaltungsrates. Er stellte die Leistungsentwicklung des Klinikums für das Jahr 2018 vor. Der Bewertung liegt der sogenannte Case-Mix-Index (CMI) zugrunde. Dabei handelt es sich um einen Indikator zur Ermittlung der "durchschnittlichen Fallschwere". Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert 2018 um 2,16 Prozent gestiegen. Das bedeutet, dass im Klinikum über zwei Prozent mehr schwere Erkrankungen als im Vorjahr behandelt wurden.

Demgegenüber hat sich die durchschnittliche Verweildauer der stationär betreuten Patienten um 1,24 Prozent verringert. "Es ist uns sehr wichtig, dass wir die Behandlungsqualität auch bei durchschnittlich kürzeren Behandlungsdauern auf einem sehr hohen Niveau halten können", sagte Hubert Graf, Kaufmännischer Direktor am Klinikum. Patienten werden also intensiver in einem kürzeren Zeitraum versorgt. Wendl erklärte, dass der "starke Druck der Kassen" für die gesunkene Aufenthaltsdauer verantwortlich sei: "Das ist systemisch bedingt."

Die Auslastung im Haus sei dagegen ein wenig gesunken. Es habe sich im Verhältnis zum Jahr 2017 eine Differenz von 2,49 Prozent ergeben. Allerdings werde die Auslastung mitternachts gemessen und nicht am Tag. Hinzu kommen saisonal bedingte Schwankungen. "Im Moment ist das Haus fast voll belegt", erklärte Wendl.

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