10.06.2018 - 14:13 Uhr
AmbergOberpfalz

Sechs Jahre für neue mobile Station gespart

Die BRK-Bereitschaft Amberg I leistet sich für 80 000 Euro eine neue Sanitätsdienst-Wache. Beim Altstadtfest ist sie zum ersten Mal im Einsatz.

So sieht die neue und 80 000 Euro teure mobile Station der BRK-Bereitschaft Amberg I von innen aus. Leiter Wolfgang Potsch (links) und sein Team haben beim Premieren-Einsatz am Altstadtfest relativ wenig zu tun. Den kompletten Samstag über müssen lediglich zwei kleinere Verletzungen behandelt werden. Bild: Stephan Huber

Wenn Zehntausende in der Innenstadt ausgelassen feiern, passiert es gelegentlich, dass der eine oder andere Altstadtfest-Besucher medizinische Hilfe benötigt - aus welchen Gründen auch immer. In diesen Fällen ist die Bereitschaft Amberg I des Bayerischen Roten Kreuzes mit ihrer mobilen Wache am Hallplatz Anlaufstelle. Die Sanitäter zogen am Wochenende die Blicke mehr als sonst auf sich. Das lag an ihrer neuen, 80 000 Euro teuren Station.

"Es war schon lange ersichtlich, dass wir was Neues brauchen", sagte Bereitschaftsleiter Wolfgang Potsch am Sonntag auf Nachfrage und verwies auf das in die Jahre gekommene und mittlerweile ausrangierte Vorgängermodell: "Es war einfach nicht mehr zeitgemäß." Am Dienstag holten die Rotkreuzler ihre neue Errungenschaft vom Hersteller, einer Spezialfirma aus Franken, ab. Beim Altstadtfest kam die neue Station bereits zum Einsatz. Potsch nannte die Vorteile: besseres Licht, bessere Klimatisierung, ausnahmslos desinfizierbare Flächen und mehr Platz. Mit anderen Worten: "Wir sind hier auf dem aktuellsten Stand der Medizintechnik." Das sei der Vorgänger vor 20 Jahren auch gewesen. Doch seitdem habe sich im Bereitschafts- und Sanitätsdienst sehr viel verändert, Potsch: "Da gab es noch kein G.O.N.D. und auch keine Hexennacht." Stolz ist der Bereitschaftsleiter darauf, dass die 80 000 Euro nicht aus fremden Kassen oder Spendengeldern stammen.

Das Geld habe die Bereitschaft Amberg I selbstständig über mehrere Jahre hinweg erwirtschaftet. Wann immer Veranstalter für den BRK-Dienst gezahlt haben, im Reitsportzentrum in Kreuth seien das zum Beispiel rund 4000 Stunden pro Jahr, sei ein Betrag auf die Seite gelegt worden. So lange, bis der Kauf des Anhängers, der auch über eine Rampe und einen kleinen Aufenthaltsraum für das Personal verfügt, finanzierbar war. Benötigt wurde die neue mobile Station am Wochenende verhältnismäßig selten. Zum Start seien lediglich zwei leichtere Verletzungen zu versorgen gewesen. Wolfgang Potsch: "Für einen Altstadtfest-Samstag war es extrem ruhig." Kein Besucher haben wegen alkoholbedingter Ausfallerscheinungen behandelt werden müssen. Angemerkt

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