Zufrieden mit der Arbeit des Vorstands zeigten sich die Mitglieder, als es galt, ein neues Führungsteam zu wählen. Vorsitzender Rudolf Maier und seine vier Stellvertreter wurden ebenso einstimmig bestätigt wie Schatzmeister, Schriftführer und Beisitzer. Einhellig war auch die Berufung der Delegierten zur Landes- und Bezirksversammlung. In seinem Bericht erinnerte Maier an den Start der Amberger Senioren-Union vor 20 Jahren. Dies gebe Anlass zu einer eigenen Veranstaltung im Herbst, bei der auch Gründungsmitglieder geehrt werden sollen. Maier begrüßte aus Sicht der Senioren-Union den Vorschlag eines Rentenschutzschirms. Trotz kontroverser Diskussion in Berlin sei man sich darüber einig, dass es höchste Zeit sei, etwas gegen Altersarmut zu tun.
In seiner Rückschau verwies Maier nicht nur auf politische Schwerpunkte im Jahresprogramm, sondern hob auch die Bedeutung geselliger Veranstaltungen hervor. Der Vorsitzende erinnerte zudem an den Besuch des Landesvorsitzenden Thomas Goppel, der die Baustelle des neuen Senioren-Dienstleistungszentrums an der Brentanostraße besichtigte. Beifall gab es für die von Evi Bauer-König geplanten Reisen der Frauen-Union, die laut Maier auch bei den Senioren guten Zuspruch gefunden haben. "Pflegebedarf ist keine Frage des Alters. Solche Schicksalsschläge können auch jüngere Menschen treffen", wusste Bürgermeister und Bezirksrat Martin Preuß aus beruflicher Erfahrung zu berichten. Man müsse für jene Menschen im Alter etwas tun. Er zeigte Unverständnis für öffentliche Äußerungen, dass die Vergabe des Landesamts für Pflege mit rund 350 Dienststellen nach Amberg ein Wahlgeschenk gewesen sei. Preuß nannte die Kritik eine Unverschämtheit angesichts des Engagements, das Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, OB Michael Cerny und Finanzminister Albert Füracker zeigten.
Preuß sieht die größte gesellschaftliche Aufgabe darin, Zukunft für Pflegebedürftige zu gestalten. Er räumte aber auch ein, dass es bei den Pflegeberufen ein Defizit gebe. Zu Mehrbedarf an Personal habe das Pflegestärkungsgesetz II geführt, das ein wichtiger Schritt gewesen sei. Mittlerweile gebe es Alltagsbegleiter, die Pflegestützpunkte nicht mehr erforderlich machten. Sie betreuten Menschen im Alltag. Hilfe und Beratungsangebote gebe es nun in jeder Sozialstation, in jedem Krankenhaus und bei den Krankenkassen, sagte Preuß. Sie kämen bei Bedarf in die Familien und berieten auch hinsichtlich notwendiger Umbaumaßnahmen im Haus. Preuß: "Aufsuchende Hilfe ist besser, als wenn man zur Beratung müsste."



















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