19.10.2018 - 14:40 Uhr
AmbergOberpfalz

Silicon Valley auf Abruf

Der unkonventionelle Firmenname "bewegewas" macht neugierig. Was steckt dahinter? Der Aufsichtsrat der Gewerbebau informiert sich vor Ort. Die Antwort: quasi ein "Silicon Valley on demand". Mitten in Amberg.

Christian Hubmann (vorne, Dritter von rechts) hat mit seiner Partnerin Stefanie Fleischmann (vorne, Zweite von rechts) die bewegewas-Firmengruppen aufgebaut. Die Ideenschmiede des Unternehmens befindet sich im generalsanierten ehemaligen Fotostudio von Sommer&Spahn in der Unteren Nabburger Straße.
von uscProfil

Christian Hubmann (41), Gründer und Geschäftsführer, hat mit Partnerin Stefanie Fleischmann (36) die "bewegewas"-Firmengruppen aufgebaut. Im neuen Workshop-Office in der Herrnstraße stellten sie ihr aus drei Einzelfirmen bestehendes Unternehmen vor. Die Ideenwerkstatt ist im ehemaligen Fotostudio Sommer & Spahn angesiedelt. Im Verbund helfen die Firmen ihren Kunden, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern und neue Technologien strategisch für ihre Unternehmen einzusetzen. Im Fachjargon nennt man dies "Corporate Venturing". Im Vordergrund steht: zukunftsorientierte, skalierbare Geschäftsideen zu generieren und diese auf- und auszubauen.

Christian Hubmann sieht die Firmenstruktur wie ein "Silicon Valley on demand". Kunden aus dem Mittelstand sowie größere Konzerne kommen nach Amberg und lernen von der 15-köpfigen Truppe aus Experten, wie man ihre Kernkompetenzen in neue Geschäftsfelder bringen kann. So ist beispielsweise die Entwicklung eines Produktes oder Start-ups von der ersten Idee bis zum Markt-Eintritt in acht Monaten ein typisches Szenario. Der Schlüssel zu ihrem Erfolg ist laut Hubmann, dass die einzelnen Subfirmen auf ihre Teilbereiche hoch spezialisiert sind und diese Services seit Jahren anbieten: Die "zeigewas"-GmbH entwickelt individuelle Softwarelösungen. Das Hubmann Innovation Institute legt den Focus auf die Beratung.

Der dritte Teilbereich, die "digitalbetrieben"-GmbH, die Hubmann mit Alexander Pöschl aus Nürnberg gegründet hat, bietet Kurse spezifisch für nichttechnische Führungskräfte an. Die "Entmystifizierung der Digitalisierung" ist für beide Gründer ein wichtiges Anliegen. Denn nur, wenn die Entscheider in Unternehmen wissen, was dahinter steckt und was kommen wird, können sie ihre Unternehmen für die Herausforderungen wappnen und so dazu beitragen, dass Deutschland auch in Zukunft innovative und erfolgreiche Unternehmen haben wird. Soweit das Selbstporträt der drei Unternehmen.

Nach Aussagen von Christian Hubmann haben die drei Firmen im Vorjahr einen Umsatz von 1,4 Millionen Euro gemacht: "Wir wollen Amberg vorwärts bringen." Sein besonderes Anliegen: "Wir wollen die Digitalisierung ein Stück nach vorne tragen, auch zusammen mit der OTH."

Was da entstanden ist, schreibe sich Sie, lobte Oberbürgermeister Michael Cerny - auch in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Gewerbebau. Über die Hubmann-Gruppe sagte er auch: "Es ist schon genial, was da bei uns passiert."

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