Ausgerechnet der Spiegel. Genau, der mit der Relotius-Affäre. Spezialist für Fake News reinsten Wassers sozusagen. Ausgerechnet diesem Nachrichtenmagazin also musste ich entnehmen, dass ich selbst Fake News verbreitet habe. Tattag: Montag, 10. Dezember 2018. Tatort: das Angemerkt auf der Seite 21 der AZ. Titel: "Was uns der Esel sagen will" (diese Überschrift gewinnt für mich jetzt plötzlich eine ganz andere Bedeutung).
Jedenfalls habe ich dort behauptet, es stehe schon in der Bibel, dass ein Ochse und ein Esel Zeuge der Geburt Jesu gewesen seien. Leider daneben! Gar nichts steht drin, keine Silbe, nicht einmal was von einem Stall. Im Lukas-Evangelium ist lediglich eine Futterkrippe erwähnt, in der das Kind lag. Natürlich kann man das dem Spiegel nicht mehr unbesehen glauben, sondern muss selbst recherchieren. Also fragt man Leute, die wirklich wissen, was in der Bibel steht, die das nicht nur so gefühlsmäßig oder unter dem Eindruck von putzigen Tierfiguren in jeder deutschen Krippe behaupten. Sie sagen alle (teilweise in freundlicheren Worten, aber in der Tendenz eindeutig): Wer was von Ochs und Esel an der Krippe als biblische Mitteilung schreibt, der ist selbst ein Esel (respektive Ochse). Treffer!
Da will ich jetzt auch gar nicht mehr schreiben, auf welchen Umwegen die Huftiere in die Krippe kamen. Von einem Esel lässt sich ja eh keiner was sagen.













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