13.11.2019 - 11:58 Uhr
AmbergOberpfalz

Stadtjugendring Amberg: Mehr Geld für neue Projekte

Detaillierter als bislang geregelt sind die neuen Förderrichtlinien zur Bezuschussung der Vereine und Verbände. Sie wurden ebenso wie die Neufassung des Grundlagenvertrags zwischen Stadtjugendring und Stadt einstimmig verabschiedet.

Nach acht Jahren verlässt Geschäftsführerin Anja Gebhard (Dritte von rechts) den Stadtjugendring, dass sie sich beruflich verändern möchte. Zum Abschied überreichen (von links) die Vorstandsmitglieder Sarah Gösch, Tobias Höhne, Christoph Hollweck, Lisa Singer und Hildegard Helm-Fischer einen Blumenstrauß.
von uscProfil

Zu Beginn der Versammlung attestierte Bürgermeisterin Brigitte Netta dem seit Frühjahr amtierenden neuen Vorstand "Powerarbeit" und Teamgeist. Mit Blick auf das Ergebnis des Jugendgipfels sagte sie: "Die Saat geht auf." In seinem Rückblick wertete Vorsitzender Christoph Hollweck den Gipfel als das größte Ereignis in dem zu Ende gehenden Jahr.

Besondere Bedeutung maß er den Aktivitäten bei, die Juka Akili (Leiter der Koordinierungs- und Fachstelle von "Demokratie leben") heuer entfaltete. Dazu zählten unter anderem "Salam/Shalom", ein musikalisches Versöhnungsprojekt, eine Partizipations-Fortbildung für pädagogisches Personal, ein Aktionstag Demokratie "Herz statt Hetze" sowie ein Vortrag aus einer Doktorarbeit "Amberg in der NS-Zeit".

Gegen Rechtspopulismus

Im Workshop "Ist die neue Heimat fremd: noch und wieder?" ging es um rechtspopulistische Tendenzen. Weitere aktuelle Projekte: Elterncafé zu Bildungs- und Integrationsthemen an der Barbara-Grundschule, Nachmittag der Vielfalt zum Austausch über Wertvorstellungen und Workshop "Ausgrenzung damals und heute" in Kooperation mit der jüdischen Gemeinde.

Die Zahl der geförderten Projekte stieg laut Hollweck im Vorjahr von 12 auf zuletzt 15, die dafür bereitgestellten Gelder von 30 000 auf nun 38 000 Euro. Als nächstes findet am Dienstag, 26. November, an der Hochschule eine Demokratie-Konferenz statt, bei der es gilt, Ideen für Förderprojekte im kommenden Jahr zu sammeln. Erfreulich ist laut Akili, dass im nächsten Jahr wegen der Erhöhung der Finanzmittel mehr Projekte als heuer gefördert werden können. Hollweck verwies auf ein Abendseminar am 20. Januar, bei dem die neuen Richtlinien genauer erläutert werden.

Der Vorstand plant außerdem ein Seminar "Presse und Social Media", ein Fahrsicherheitstraining für Gruppenleiter und als große Aktion den "Tag für Amberg". Der Stadtjugendring wird auf Anregung von Jugendgruppen ein Geschirr-Set für Zeltlager kaufen und eine Aktion zur Kommunalwahl 2020 anbieten.

Wichtig ist auch die personelle Neubesetzung in der Geschäftsstelle, da sich Anja Gebhard nach achtjähriger Tätigkeit beruflich neu orientiert. Einstimmig verabschiedete die Versammlung die Neufassung des seit 2009 geltenden Grundlagenvertrags mit der Stadt. Das künftige Schriftstück regelt detaillierter als bisher die originären Aufgaben des Stadtjugendrings und sieht zudem regelmäßigere Treffen mit dem Jugendamt vor.

Künftig mit Jahresmotto

Abschießend beschloss die Versammlung ein Jahresmotto für Projekte der nächsten zwei Jahre. Es lautet auf Vorschlag der Vorstands: "Miteinander Amberg - Jung und Alt, gebürtige Amberger mit Zugezogenen. Die Jugendverbände leben vor, wie Gesellschaft funktioniert. Gemeinsam packen wir an und engagieren uns für die Gesellschaft, unabhängig vom Nutzen, den wir daraus ziehen."

Info:

Neue Förderrichtlinien

Ein wichtiger Punkt der fast dreistündigen Versammlung des Stadtjugendrings war die komplette Neuregelung der Förderrichtlinien. Damit regelt der Stadtjugendring die Ausschüttung der kommunalen Zuschüsse an die Mitgliedsverbände und sorgt für bedarfsgerechte Verteilung. Es werden nun vier Fördertöpfe ausgelegt: Projekt-Etat mit 3000 Euro sowie Grund-, Aktions-, und Materialförderung mit jeweils 10 000 Euro. Wichtig ist laut Christoph Hollweck dabei: Anträge auf Bezuschussung sind spätestens acht Wochen vor Termin einzureichen, Vereinsmeldungen bis 1. März. Basis dafür ist die Erhöhung der Haushaltsmittel von 27 700 auf 42 900 Euro. Sie sehen im Detail vor: Erhöhung des Budgets für den Betrieb von 7000 auf 8000 Euro sowie des Förderbudgets für die Mitgliedsverbände und -vereine von 17 000 auf 33 200 Euro, einen Betrag von 1200 Euro für die Deckung des Defizits aus der Betreuung und dem Verleih der Amberger Luftburg. Hinzu kommen 500 Euro für Kurse zum Erwerb der Jugendleitercard.

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