18.07.2019 - 11:28 Uhr
AmbergOberpfalz

Dieser Stromausfall war Absicht

Ob tief hinab, hoch hinaus oder schnell voraus: Das Technische Hilfswerk (THW) ist allzeit bereit - auch bei einem Blackout. Das zeigte sich beim Sommerfest.

Im Falle eines Blackouts: Powermoon-Beleuchtung und Notstromaggregator, damit elektrische Geräte wieder funktionieren.
von Dagmar WilliamsonProfil

Von einem gehegten Groll gegen die Bürokratie war am Sonntag nichts zu spüren. Nachdem im April noch Dampf abgelassen worden war, weil sich Neubau und Renovierungen für die Gebäude wegen zahlreicher Umplanungen und Kostensteigerungen verzögern, zeigten sich die Ehrenamtlichen jetzt gut gelaunt.

Sieben Stationen rund um die Aufgaben, Geräte und Fahrzeuge wurden mit technischen Daten vorgestellt. Die Erste Bergungsgruppe zum Beispiel ist auf ein breites Spektrum zur Bewältigung von katastrophalen Situationen ausgerichtet. Der dazugehörige Gerätekraftwagen beeindruckt mit neun Tonnen Leergewicht und acht Metern in der Länge.

Für Spannung sorgten die realistischen Einsatzvorführungen auf einem über fünf Meter hohen Gerüst. Angefangen bei einem Verkehrsunfall bis hin zur Bergung eines Vermissten nach der alarmierenden Einsturzgefahr der Konstruktion. Höhepunkt war die Stromausfall-Vorführung. Der Amberger THW-Ortsverband ist auch im Falle eines Blackouts komplett ausgestattet und vorbereitet.

Powermoon nennt sich das Beleuchtungs-Material, das für blendfreies Licht sorgt und aussieht wie ein Ballon. Der Notstromaggregat gehört zur Standardausrüstung und erzeugt üblichen Wechsel- und Drehstrom. Und damit auch jeder weiß, was bei einem Blackout zu tun ist, gab es für Besucher die Checkliste für den Fall der Fälle. Dass das Smartphone und die dazugehörige Kamera genannt werden, ist selbsterklärend. Aber wer denkt schon an Wassereimer oder Batterien?

Nicht zu vergessen ist die Bargeldreserve, denn in einem solchen Notfall funktionieren keine Bankautomaten. Neben der Action waren die Hüpfburg und die Rennbahnstrecke die Treffpunkte für die Jüngsten. Und die Plättenfahrten sorgten für die nötige Tiefenentspannung.

Alarm bei Einsturzgefahr. Einsatzkräfte machen sich bereit, um ein über fünf Meter hohes Gerüst zu erklimmen.
Action auch für übermütige Raser: Die THW-Rennstrecke war an diesem Nachmittag besonders populär.
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