Amberg
20.02.2019 - 19:11 Uhr

Taschengeldbörse: Junge Helfer warten auf Aufträge

Gerhard Peisker suchte Hilfe beim Holzschlichten: Die Taschengeldbörse Amberg-Sulzbach hat sie vermittelt. Helfer gibt es hier genügend - aber Job-Angebote fehlen.

Die 14-jährige Anna-Milena (Zweite von links) und die 16-jährige Celin (Zweite von rechts) können sich mit Brennholz-Schlichten bei Gerhard Peisker (rechts) in Amberg ihr Taschengeld aufbessern. Vermittelt wurden die beiden von der Taschengeldbörse und ihrer pädagogischen Mitarbeiterin Iris Pinzenöhler (links). Bild: Anita Kinscher
Die 14-jährige Anna-Milena (Zweite von links) und die 16-jährige Celin (Zweite von rechts) können sich mit Brennholz-Schlichten bei Gerhard Peisker (rechts) in Amberg ihr Taschengeld aufbessern. Vermittelt wurden die beiden von der Taschengeldbörse und ihrer pädagogischen Mitarbeiterin Iris Pinzenöhler (links).

Gerhard Peisker meldete sich vor kurzem bei der Taschengeldbörse Amberg/Amberg-Sulzbach an: Er suchte zu Hause Unterstützung beim Holzumschlichten. Innerhalb weniger Tage konnten zwei Jugendliche an ihn vermittelt werden. Die freuten sich, den Job zu übernehmen, um dadurch ihr Taschengeld aufzubessern.

"Eine gelungene Aktion für beide Seiten, und das ohne großen eigenen Aufwand", bilanziert Landkreis-Sprecherin Christine Hollederer - in der Hoffnung, dass sich weitere Mitmacher melden. Denn derzeit warten in der Taschengeldbörse viele junge Helfer auf Arbeits-Aufträge.

Um die komplette Vermittlung im Vorfeld kümmert sich die pädagogische Mitarbeiterin der Taschengeldbörse, Iris Pinzenöhler. Die Taschengeldbörse ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Amberg, des Landkreises Amberg-Sulzbach und des Kreisjugendrings. "Durch die Vermittlung von Taschengeldjobs soll gezielt der Kontakt zwischen den Generationen hergestellt und gefördert werden, von dem alle Beteiligten in unterschiedlicher Weise profitieren", erklärt Hollederer in einer Presseinfo.

Job-Anbieter seien Senioren, Familien und Berufstätige, die Hilfe bei leichten, ungefährlichen und unregelmäßigen Arbeiten benötigen. Die Tätigkeiten - zum Beispiel Einkaufen, Rasenmähen, Unkrautjäten, Straßekehren, Schneeräumen, Hilfe am PC, Hilfe im Haushalt, Babysitten oder Hundeausführen - erfordern keine besondere Qualifikation. Die Beschäftigungen dürfen nur werktags zwischen 8 und 18 Uhr für maximal zwei Stunden pro Tag und nicht während der Schulzeit stattfinden. Ihre Hilfe anbieten dürfen 13- bis 20-Jährige und junge Erwachsene. Sie erhalten dafür einen Stundenlohn von mindestens fünf Euro.

Momentan befinden sich in der Datenbank knapp 500 Jugendliche und Jobanbieter. Die Jugendlichen übernehmen die Jobs zum Teil allein oder auch zu zweit, einige erledigen gelegentlich kleinere Aufgaben oder haben nur in größeren Abständen Zeit.

"Leider warten viele Jugendliche derzeit auf eine Vermittlung, da sich deutlich weniger Jobanbieter anmelden als Jugendliche", bedauert Iris Pinzenöhler. Die Taschengeldbörse freue sich deshalb über jede Anmeldung von Anbietern. Nähere Informationen sowie das Anmeldeformular für mögliche Job-Anbieter und Jugendliche sind im Internet (www.taschengeldboerse-as.de) abrufbar.

 
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