Amberg
17.03.2019 - 13:56 Uhr

Trocknungsgenossenschaft leidet unter der Dürre

Der dürre Sommer 2018 hat auch die Trocknungsgenossenschaft Amberg getroffen. Trotzdem konnte sie ein positives Ergebnis erzielen. Und das hat laut Geschäftsführer Harald Pilhofer seine Gründe.

Josef Rauch, Vorstandsvorsitzender der Trocknungsgenossenschaft Amberg Bild: exb
Josef Rauch, Vorstandsvorsitzender der Trocknungsgenossenschaft Amberg

Josef Rauch, Vorsitzender der Grünfutter-Trocknungsgenossenschaft Amberg hieß viele Mitglieder zur Generalversammlung willkommen. Er sprach die Dürre 2018 an. "Der erste Schnitt war noch gut, doch dann traf uns die Trockenheit im vergangenen Jahr voll." Die Folge: "Die Trocknungsmengen blieben aus." Auf die Zahlen ging Geschäftsführer Harald Pilhofer ein. Trotz Dürre habe die Trocknung ein positives Ergebnis erzählt. "Dies war dem geringen Energieverbrauch und dem Zusammenhalt der Mitarbeiter zu verdanken", so Pilhofer.

Bei der Wahl bestätigten die Mitglieder sowohl Vorstandsvorsitzenden Josef Rauch als auch die Aufsichtsräte Christian Herbst und Wolfgang Singer in ihren Ämtern. Landrat Richard Reisinger sprach den Mitgliedern der Grünfutter-Trocknungsgenossenschaft Mut zu: In der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation sollen sie durchhalten und sich nicht unterkriegen lassen, sagte er.

Maschinenring-Vorsitzender Ulrich Kummer würdigte die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Genossenschaft im vergangenen Jahr. Auf den digitalen Bauernhof ging Professor Jörn Stumpenhausen (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf) ein. Er warf die Frage auf, ob der digitale Bauernhof eine Revolution für die Landwirtschaft bedeute. In der Digitalisierung der bayerischen Betriebe sah er eine große Chance. Sie hätten eine optimale Größe, in der sich die Effektivität und Produktivität ergänzten. In Bayern sei es möglich, mit einer Vollzeit-Arbeitskraft circa 60 Kühe im Stall zu versorgen - im Gegensatz zu Großbetrieben in den neuen Bundesländern, die es teilweise nur auf 40 Kühe pro Arbeitskraft brächten. Nur Neuseeland ist nach Aussage des Referenten in der Lage, noch wirtschaftlicher Milch zu erzeugen.

Der bayerische Weg in der Agrarpolitik war laut Stumpenhausen an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt, habe er doch ein gesundes Wachstum der Familienbetriebe ermöglicht. In Norddeutschland sehe es anders aus. Der Referent folgerte daraus, dass bayerische Milchviehbetriebe für die zukünftige Herausforderungen gut gerüstet seien.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.