29.10.2020 - 15:25 Uhr
AmbergOberpfalz

Umfrage: Was halten Sie vom November-Lockdown?

Der zweite Lockdown steht am Montag, 2. November bevor. Gastronomie und Freizeiteinrichtungen müssen ihre Türen schließen. Für viele ist das ein harter Schlag.Was halten die Amberger vom zweiten Lockdown?

Elisabeth Wenzel (29) aus Amberg: "Ich bin froh, dass der zweite Lockdown milder ist als der im März."
von Caroline Keller Kontakt Profil

"Ich bin froh, dass der zweite Lockdown milder ist als der im März", sagt Elisabeth Wenzel (29) aus Amberg. Die DaF-Dozentin ist momentan in Elternzeit und findet es gut, dass vor allem Schulen und Kinderkrippen offen bleiben. "Mein Kind hat sich erst in die Krippe eingewöhnt", erzählt Wenzel. "Und Kinder brauchen die sozialen Kontakte." Doch durch den Lockdown werde den Menschen wieder ein Stück Freiheit genommen. Denn jeder möge doch gerne selbst entscheiden mit wem man sich trifft. Die 29-jährige erklärt: "Die Unzufriedenheit der Menschen muss runtergefahren werden. Wir sind alle etwas Corona-müde." Dennoch findet sie es gut, dass der Lockdown Deutschlandweit geregelt wird und nicht nur in Bayern.

Natalie Reiser (22) aus Hohenburg: "Es ist falsch, dass die Gastronomie schließen muss."

Die Studentin Natalie Reiser (22) findet es müsse etwas gegen die hohen Infektionszahlen getan werden. "Aber es ist falsch, dass die Gastronomie schließen muss", sagt die Hohenburgerin. Es werde sich alles wieder nach Hause verlegen. "Und da ist keine Kontrolle da. Es wäre besser wenn sich die Menschen in Cafés und Restaurants weiterhin treffen könnten", erklärt die 22-jährige. Ihr persönlich sei auch nicht bekannt, dass sich wer in einem Café angesteckt habe. Durch den Lockdown finde ihr Studium weiterhin online statt, so wie schon im bisherigen Semester. "Es ist schon in Ordnung, aber anders ist es trotzdem schöner", sagt die Studentin.

Werner Schmack (78) aus Amberg: "Die Bundesländer, die frühzeitig nach dem ersten Lockdown gelockert haben, hatten dann alle Probleme."

Den zweiten Lockdown hält Werner Schmack (78) aus Amberg auf jeden Fall für notwendig. "Ich fürchte nur, dass er nicht richtig befolgt wird, denn die Leute haben keine Angst mehr", sagt der Pensionär. Ihn treffe auch der Lockdown eher weniger, denn er gehe nicht in Kneipen. Dennoch findet der 78-jährige es gut, dass der zweite Lockdown generell geregelt werde. "Wenn einzelne Bundesländer ausscheren, das ist nicht gut", erklärt Schmack. "Die Bundesländer, die frühzeitig nach dem ersten Lockdown gelockert haben, hatten dann alle Probleme."

Elfriede Ritzer (65) aus Nürnberg: "So schlimm der zweite Lockdown für einzelne ist, aber er ist zwingend nötig."

"So schlimm der zweite Lockdown für einzelne ist, aber er ist zwingend nötig", sagt Elfriede Ritzer (65) aus Nürnberg, die für einen Friseurtermin extra nach Amberg fährt. Für die Rentnerin stelle der Lockdown persönlich kein Risiko dar. "Mein Mann und ich bekommen keine Gehaltskürzungen. Wir sitzen halt daheim und warten bis es vorbei ist", erzählt sie. Auch die Kontaktbeschränkungen bereiten ihr keine Probleme, denn sie halte sich daran. "Ich treffe dann nur einzelne." Aber es sei sinnvoll, dass der Lockdown einheitlich geregelt werde. "Es gibt sonst nur Chaos", erklärt die Rentnerin. Einer, der ihr positiv auffällt ist Markus Söder: "Mit der Politik seiner Partei bin ich mir nicht einig, trotzdem leistet er momentan tolle Arbeit."

Florian Rein (29) aus Amber: "Der Weg, den Deutschland einschlägt, ist der richtige."

Florian Rein (29) aus Amberg könne den Lockdown verstehen, aber es sei trotzdem ein harter Gegenschlag. "Man hat sich gerade wieder an den Alltag gewöhnt", sagt der Kaplan von St. Georg. Vor allem für ihn als Religionslehrer sei es schwierig. "Die Schüler sind zuverlässig bei der Maskenpflicht. Aber man sieht dadurch ihr Gesicht nicht, weshalb es schwer ist ihre Reaktionen zu deuten", erzählt er. Dass der Lockdown Deutschlandweit einheitlich geregelt werde, findet er gut. "Es ist eine weltweite Angelegenheit. Der Weg, den Deutschland einschlägt, ist der richtige", sagt der 29-jährige.

Sven Rothe (42) aus Dresden: "Den zweiten Lockdown finde ich nicht schön."

"Den zweiten Lockdown finde ich nicht schön", sagt Sven Rothe (42) aus Dresden, der seinen Familienurlaub in Amberg verbringt. Der Lockdown sei gar nicht so notwendig, denn es gebe schon Maßnahmen. "Die Gastronomie sollte offen bleiben. Wer schließen mag, kann ja schließen", erklärt der Familienvater. Einen einheitlichen Lockdown hingegen findet er gut, denn bestimmte Regeln gehören vereinheitlicht. Der Dresdner wünscht sich, dass die Leute sensibler werden und ihre Kontakte geringer halten. "Aber trotzdem darf die Politik nicht alles auf die Leute abwälzen", sagt Rothe.

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