27.10.2019 - 13:30 Uhr
AmbergOberpfalz

Viel Lob, das reichlich verhallt: SPD Amberg lädt zu Ehrenamtsempfang

Die große Wertschätzung, die bei der SPD das Ehrenamt genießt, unterstrich die Partei zum dritten Mal mit einem eigenen Empfang. So rechte Freude wollte aber nicht aufkommen.

Mit einem Empfang im Musikomm würdigte zum dritten mal der SPD-Stadtverband die Arbeit der Ehrenamtlichen. Nach kurzen Statements des Stadtverbands-Vorsitzenden Martin Seibert (rechts) und der OB-Kandidatin der Partei, Birgit Fruth (vordere Reihe, Fünfte von rechts), gab es reichlich Gelegenheit zum Gedankenaustausch.
von uscProfil

Lag es am Beginn der Herbstferien, lag es an etwas ganz Anderem? Von 200 Eingeladenen hatte nur ein Bruchteil den Weg ins Musikomm gefunden. SPD-Stadtverbands-Vorsitzender Martin Seibert wusste keine plausible Antwort darauf. Denn zu den ersten beiden Empfängen im ACC waren deutlich mehr Gäste gekommen.

Die Palette der ehrenamtlichen Tätigkeiten, deren Arbeit die SPD würdigte, ist groß. Sie reicht von Elternbeiräten, Pfarrgemeinderäten, Jugendverbänden und Sportvereinen bis hin zu den zahlreichen Selbsthilfegruppen, zur Feuerwehr, dem THW, BRK, zu den Johannitern und den Maltesern.

Auch politisch unverzichtbar

"Wir freuen uns über jeden Gast", versicherte Seibert bei der Begrüßung im Foyer des Musikomms. Mit der Einladung wolle die Partei auch den Gedankenaustausch fördern. Denn "oft erfährt der einzelne Ehrenamtliche nicht die Würdigung, die er verdient", sagte Seibert. Das gelte vielfach auch für die Arbeit in Sportvereinen. Seine politische Schlussfolgerung daraus: "Wo Ehrenamtliche fehlen, werden verstärkt Radikale gewählt."

Seibert ist zudem der Meinung, dass das ehrenamtliches Engagement bei der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet werden sollte. Zugleich appellierte er an die Arbeitgeber, dass sie dem Ehrenamt mehr Bedeutung einräumen sollte.

Die Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Birgit Fruth, die am 15. März als SPD-OB-Kandidatin antreten wird, sieht im Ehrenamt in Vereinen und Organisationen einen "wichtigen Anker" in der Gemeinschaft, vor allem in Sportvereinen. "Wir sind froh um jeden, der sich die nötige Zeit dafür nimmt", versicherte sie. Erfreulich sei, dass beim Thema Sportpark am Schanzl alle an einem Strang gezogen hätten und sich alle Vereine geeinigt hätten. Das große Areal sei eine echte Bereicherung.

"Bleiben Sie bei der Stange!", appellierte die OB-Kandidatin nicht zuletzt in dem Bewusstsein, dass ohne ehrenamtliches Engagement das gesellschaftliche Leben ärmer werde. Der frühere Landrat Armin Nentwig (SPD) machte sich zum Sprecher der Ehrenamtlichen und versicherte: "Wer im Ehrenamt arbeitet, wird älter". Und: "Das Engagement im Ehrenamt trifft das Herz der Menschen. Das ist doch was Wunderbares".

Dauerthema Bahnhof

Aus den Reihen der Gäste kam die Klage über die Zustände am Amberger Bahnhof. "Es geht wenig vorwärts. Wir bleiben dran", räumte Seibert ein. Überlegenswert wäre als Notlösung beispielsweise ein mit einer Halbschranke abgesicherter Gleisübergang, um ein gewisses Maß an Barrierefreiheit zu gewährleisten. Er schätzt die Kosten dafür auf eine halbe Million Euro. Noch teurer käme, Züge nur noch auf Gleis 1 ein- und ausfahren zu lassen. Ein wirklich barrierefreier Umbau des Bahnhofs steht für Seibert "in noch weiter Ferne". Er weiß, wovon er spricht,

Im Anschluss blieb reichlich Zeit, um bei einem Imbiss persönlich ins Gespräch zu kommen, um - aus der Sicht der SPD - Anregungen und Impulse für die politische Arbeit mitzunehmen.

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