Die siebenköpfige Delegation aus dem östlichen Nachbarland, in dem derzeit die Arbeitslosigkeit niedriger ist als in Deutschland, führte Generaldirektorin Katerina Sadilkova an. Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, und Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Schwandorfer Arbeitsagentur, erläuterten den Gästen im Beisein von Angehörigen des Jobcenters die Organisation der Agentur und des Centers mit ihren Serviceeinrichtungen.
Die Informationen erstreckten sich nach Mitteilung von Reinhold Dauerer, dem Pressebeauftragten der Agentur Schwandorf, insbesondere auf die Steuerung der Kunden beim Empfang, den Ablauf bei einer Arbeitslosenmeldung und die Kommunikationswege in der Arbeitsagentur. Fachkräfte informierten über den Vermittlungsprozess. Im Fokus standen zudem spezielle Modellprojekte für besondere Personengruppen wie beispielsweise das Programm Kajak, mit dem alleinerziehende Mütter und Väter sowie deren Kinder erfolgreich gefördert werden.
Informationen erhielten die tschechischen Gäste zudem über das Arbeitslosengeld, das die Agentur gewährt sowie über das Arbeitslosengeld II, das durch das Jobcenter zur Sicherung des Lebensunterhalts ausgezahlt wird. Die Besucher interessierten sich auch für die E-Services, die von den Kunden immer stärker angenommen werden und es ermöglichen, Formulare und Anträge elektronisch zu übermitteln. Die papierlose Antragstellung reiche vom Arbeitslosengeldantrag bis hin zur Bescheinigung des Arbeitgebers.
Nach Darstellung des Schwandorfer Agenturchefs Markus Nitsch gibt es seit längerem schon einen regen Gedankenaustausch mit den Kollegen, namentlich der Arbeitsverwaltung Pilsen. Nitsch wies darauf hin, dass viele tschechische Staatsbürger in Deutschland arbeiteten. Auch in der Region. Wie bei einem Pressegespräch anlässlich des Besuchs aus Prag und Pilsen zu erfahren war, findet eine grenzüberschreitende Arbeitsvermittlung der Arbeitsagentur Schwandorf bereits seit Jahren statt, mit einem gewissen Schwerpunkt in der Geschäftsstelle Cham, die auch über ein Welcome-Center verfügt. Deutschland sei mit Tschechien wirtschaftlich eng verknüpft, erklärte Direktorin Katerina Sadilkova. Deutsche Firmen spielen nach ihren Worten für den Arbeitsmarkt jenseits der Grenze eine wichtige Rolle. Aufgrund der relativ niedrigen Arbeitslosenquote richte sich die Arbeit in Tschechien vornehmlich auf die Betreuung von Langzeitarbeitslosen.













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