25.01.2019 - 16:31 Uhr
AmbergOberpfalz

Jetzt wackelt Gerry Weber

Die Freude über den Erhalt der K+L-Ruppert-Filiale in der Amberger Fußgängerzone währte nicht lange. Einen Tag nach der guten Botschaft, meldet ein anderes Bekleidungshaus Insolvenz an: Gerry Weber.

Die Gerry-Weber-Filiale in der Amberger Fußgängerzone.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Die Gerry-Weber-Filiale liegt nur ein paar Schritte von K+L Ruppert entfernt. Während die Mitarbeiter in dem einem Bekleidungshaus aufatmen können, müssen die anderen nun um ihre Jobs fürchten. Wie viele Leute im Laden an der Ecke Georgen/Regierungsstraße beschäftigt sind, konnte das Unternehmen am Freitag trotz mehrerer Anfragen nicht mitteilen.

Am Freitag teilte der Gerry-Weber-Zentrale mit, dass sie beim Amtsgericht Bielefeld Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt habe. Ziel sei es, das Unternehmen zu sanieren. Betroffen sei zunächst nur die Muttergesellschaft, hieß es. Für Tochtergesellschaften wie Hallhuber seien keine Anträge gestellt worden. Der Geschäftsbetrieb soll in vollem Umfang weitergeführt werden. Die Finanzierung des Mode-Anbieters sei nach derzeitigem Stand bis ins Jahr 2020 gesichert.

Die Deutsche Presseagentur berichtete, Gerry Weber habe sich auch mit der Eröffnung zu vieler eigener Läden übernommen. Versuche, mit Personalabbau, Ladenschließungen und Umstrukturierungen gegenzusteuern, seien erst spät gekommen. Das für den gesamten deutschen Textilhandel schwierige Jahr 2018 mit seinem nicht enden wollenden heißen Sommer, der die Kunden aus den Fußgängerzonen vertrieb, habe die Situation für Gerry Weber dann noch einmal verschärft.

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