10.07.2020 - 16:12 Uhr
AmbergOberpfalz

Waldbrandgefahr: Auf der Suche nach Rauchzeichen

Die Wälder sind staubtrocken, ein einziger Funke reicht, um einen veritablen Flächenbrand auszulösen. Deshalb werden Luftbeobachter ein Auge auf die Situation haben.

Rauch dringt aus einem Waldstück, das Feuer greift rasch um sich: Von der Luft aus sind Waldbrände gut zu erkennen. Angesichts der derzeit höchsten Stufe für die Waldbrandgefahr in der Region hat die Regierung der Oberpfalz entsprechende Flüge angeordnet.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Wegen der derzeitigen Wetterlage und der damit bestehenden großen Waldbrandgefahr hat die Regierung der Oberpfalz laut einer Pressemitteilung im Einvernehmen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg (Außenstelle Pielenhofen) die Waldbrandluftbeobachtung besonders gefährdeter Gebiete in der Oberpfalz angeordnet. In Teilen der Oberpfalz ist die höchste Gefahrenstufe (Stufe 5 auf dem Waldbrandgefahren-Index des Deutschen Wetterdienstes) erreicht. Am Freitag wurden deshalb die Flugrouten Oberpfalz-Mitte und Oberpfalz-West kontrolliert. Luftbeobachtungen finden nach Angaben der Regierung der Oberpfalz deshalb zweimal täglich statt: 13 bis 14 Uhr und 18 bis 19 Uhr).

Reportage über Luftbeobachter

Die Flüge absolvieren ehrenamtliche Piloten der Flugbereitschaft der Luftrettungsstaffel Oberpfalz. An Bord des eingesetzten Flugzeugs befinden sich neben dem Piloten je ein eigens dafür ausgebildeter Luftbeobachter der Feuerwehr oder der Verwaltung. Diese suchen relevante Waldgebiete aus der Luft auf mögliche Brandgefahren ab. Entdecken sie ein Feuer, wird per Funk die Feuerwehr alarmiert. Von der Luft aus werden die Einsatzkräfte auch zur Brandstelle gelotst. Die Flugroute für Oberpfalz-Mitte (Stützpunkt Schmidgaden): Flugplatz Schmidgaden - Wolfsbach - Hausen - Illschwang - Kleinfalz - Irlbach - Weiherhammer - Oberviechtach - Rötz - Bruck in der Oberpfalz - Klardorf - Neukirchen - Flugplatz Schmidgaden.

Info:

Verhaltensregeln im Wald

In den Wäldern gilt im 1. März bis 31. Oktober ein Rauchverbot.

Keine Zigarettenkippen beim Autofahren aus dem Fenster werfen.

Im Wald oder in Waldnähe (bis 100 Meter) kein offenes Feuer entzünden.

Fahrzeuge wegen der heißen Katalysatoren keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund parken. Autos, Krafträder und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge dürfen deshalb nicht auf Wiesen und Waldwegen abgestellt werden.

Müll vermeiden: Jede weggeworfene Glasflasche, Folie, Feuerzeug oder Dose mit chemischen Substanzen kann zu einem Brandherd werden.

Waldbrände mit möglichst genauer Ortsangabe unter 112 melden.

Stets so parken, dass Betriebs-, Rettungs- und Löschfahrzeuge bei ihrem Einsatz nicht behindert werden.

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