12.05.2019 - 13:29 Uhr
AmbergOberpfalz

Werkvolk Amberg mit 86-Millionen-Bilanz

Das Wohnungsbau- und Siedlungswerk Werkvolk kann im 70. Jahr seines Bestehens auf geordnete Finanzen verweisen. Die Bilanzsumme beträgt rund 86,6 Millionen Euro. Das Unternehmen ist damit die größte Genossenschaft in der Oberpfalz.

Die Ehrung treuer Genossen beschloss die 70. ordentliche Werkvolk-Mitgliederversammlung. Von links Jubilar Willi Strehl, Vorstand Dagmar Kierner, Jubilar Konrad Mühlbauer, Aufsichtsratsvorsitzender Johann Fröhlich, das wiedergewählte Aufsichtsratsmitglied Elfriede Schenkl, Jubilar Albert Rösch und Vorstand Wolfgang Erb.
von uscProfil

Vorstand und Aufsichtsrat legten am Samstag zur 70. Mitgliederversammlung rundum zufriedenstellende Ergebnisse für das Kerngeschäft, die Bewirtschaftung und Entwicklung des eigenen Wohnungsbestandes vor. Die Vermögenslage der Genossenschaft ist geordnet. Das Werkvolk bewirtschaftete 2018 insgesamt 2484 Wohnungen und 271 Häuser. Das Vermögen wurde mit 86 Millionen Euro angegeben.

Dagmar Kierner, die den Vorstandsbericht vorlegte, erinnerte eingangs an den schwierigen Start der Genossenschaft am 4. März vor 70 Jahren. Damals musste Amberg rund 12 000 Flüchtlinge und Heimatvertriebene aufnehmen. Es bestand ein Bedarf von etwa 15 000 Wohneinheiten. Seitdem hat das Werkvolk 2484 Wohnungen in der Oberpfalz geschaffen. Die Statistik weist auch 536 Eigenheime und 543 Eigentumswohnungen aus. Laut Kierner blieben die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung konstant bei 15,5 Millionen Euro. Belegungsbindung bestand zum 1. Januar 2019 für 597 Wohnungen. Die Ertragslage ist laut Kierner positiv, nach derzeitigem Stand seien künftig keine wesentlichen Änderungen zu erwarten. Die Finanzlage bewertete sie als geordnet, die Liquiditätslage als gut und die wirtschaftliche Lage als positiv.

Auch heuer wird die Genossenschaft wieder viel Geld in Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen stecken, um die Vermietbarkeit des Bestands weiter zu gewährleisten. Die langfristigen Investitionen betragen 75 Prozent des Gesamtvermögens. Die Genossenschaft plant nach Kierners Angaben für heuer und für 2020 den Bau neuer Mietwohnungen in Regensburg und Neutraubling. Die meisten Wohnungssuchenden kämen auf Empfehlung. Die Vorsitzende kündigte an, verstärkt Blumenwiesen anzulegen. Bei der Wahl von Büschen und Bäumen werde man nur bewährte einheimische Sorten nehmen. Außerdem stellte Kierner die Schaffung einer eigenen genossenschaftlichen Paketanlage für Regensburg in Aussicht, eventuell auch für Amberg. Abhilfe will das Unternehmen hinsichtlich der Vermüllung an der Kaulbachstraße durch verschließbare Behälter schaffen. Die Versammlung beschloss, vom verfügbaren Jahresüberschuss eine Dividende von drei bzw. fünf Prozent auszubezahlen, je nach Mitgliederstruktur. Nach einiger Kritik aus den Reihen der Mitglieder wegen Unklarheiten bei der Zusammensetzung bzw. unterschiedlichen Höhe der Betriebskostenpauschale und an der Zusammensetzung des Aufsichtsrats erfolgte die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat bei neun Gegenstimmen. Kierner sagte den Kritikern die gewünschte Aufklärung zu.

Wieder in den Aufsichtsrat berief die Versammlung Elfriede Schenkl. Zum Abschluss ehrte Kierner Mitglieder der Genossenschaft: Konrad Mühlbauer und Albert Rösch für 50 Jahre sowie Willi Strehl für 65 Jahre.

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