Ich glaube, dass diese Welt nicht auf ein dunkles Loch zugeht, sondern, gehalten in Gottes Hand, auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.
Für viele Christen gilt die sogenannte Jahreslosung als Leitvers für das Jahr. Die Jahreslosung ist ein Vers der Bibel, den die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen in einem mehrstufigen Auswahlverfahren auswählt.
"Ich glaube; hilf meinem Unglauben" heißt die Jahreslosung für das Jahr 2020. Sie steht im Markusevangelium im neunten Kapitel in Vers 21. Dieser Vers ist der verzweifelte Schrei eines Vaters, der um seinen kranken Sohn bangt und als letzte Rettung nur noch Jesus weiß.
Glaube und Zweifel sind zwei Seiten einer Medaille. Glaube ohne Unglauben gibt es nicht, erzählt diese Geschichte. Denn gerade dort, wo den Menschen der Glaube verlässt, entwickelt der Glaube manchmal seine stärkste Kraft.
Woran glaubst Du? Glaube ist etwas, was hoch persönlich ist. 57 Prozent aller Evangelischen reden nie mit anderen über ihren Glauben, hat eine Umfrage unter evangelischen Kirchenmitgliedern ergeben. Glaube ist aber nichts, was man in die Kategorie "Privatsache" stecken sollte. Etwas über den Glauben eines Menschen zu erfahren, bedeutet, diesen Menschen in ganz besonderer Weise wahrzunehmen.
Die evangelischen Pfarrer Stefan Fischer aus Hirschau und David Scherf von der Erlöserkirche in Amberg haben Menschen gefragt, die im weitesten Sinne mit der Region Amberg und Hirschau zu tun haben, was und woran sie glauben. Christen, jüdische und muslimische Mitmenschen kommen hier zu Wort und verleihen ihrem Glauben in einem Satz Ausdruck.
Ich glaube daran, dass es nach dem Tod etwas gibt, wo man glücklich und zufrieden weiterleben kann. Ebenso denke ich, dass es eine Art Paradies ist, wo jeder so sein kann, wie er ist oder sein möchte.
Ich glaube an einen gütigen Gott, der uns auf unserem Lebensweg begleitet, der uns aber auch die Freiheit lässt, unser Leben selbst zu gestalten. Das freilich ist in unserer modernen, sich rasch verändernden Welt nicht einfach, doch der Glaube gibt uns Halt und einen Rastplatz für unsere Seele.
Ich glaube, dass ein gutes Miteinander der Kern der islamischen Lehre ist, und das Zusammenleben soll zum Frieden erziehen.
Ich glaube, dass ehrenamtlicher und freiwilliger Dienst am Nächsten ein unentbehrlicher Pfeiler unserer Gesellschaft ist.
Ich glaube, dass in Jesus wirklich der Gott der Liebe unter uns erschienen ist – und dass der Weg mit Jesus der Anfang des neuen Lebens ist: Ein Leben in Versöhnung mit Gott, mit den anderen und mit mir selbst.
Ich glaube daran, dass wir Menschen und Völker dieser Erde gemeinsam einen Weg finden, miteinander friedfertig und voller Nächstenliebe umzugehen, dass wir die Grenzen überwinden, die wir durch Geografie und Ideologie selbst in unseren Köpfen errichtet haben. Auch wenn ich beim Lesen der Nachrichten so manches Mal ins Zweifeln gerate, bin ich überzeugt davon, dass uns Bildung, Glaube und Philosophie dabei helfen werden, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.
Der Tod und die Auferstehung Jesu machen meinen persönlichen Glauben zum immerwährenden Osterfest. Daraus schöpfe ich Kraft und Auftrag für mein kirchliches und gesellschaftliches Engagement und weiß mich zugleich über mein leibliches Ende hinaus geborgen in Gottes Hand.
Ich glaube, dass Gott überall ist, er jeden Menschen liebt und jeder eine Seele hat. Im wertschätzenden und achtsamen Umgang miteinander wird Gott spürbar. Ich glaube, dass Gott meinem Leben Tiefe, Hoffnung, Geduld und Freude gibt. Und eines ist für mich gewiss: Gott verlässt mich nicht.
Ich glaube, dass da ein Gott ist, der hinter all dem Chaos, das wir Menschen im Großen wie im Kleinen veranstalten, die Schöpfung trotzdem wunderbar zusammenhält, der es gut mit uns meint und der uns trägt, wenn wir ihn in unser Leben lassen. (Und der Gott ist nicht katholisch und nicht evangelisch.)
Ich glaube an die gottgewollte Existenz unserer Welt und dass uns durch die Menschwerdung Gottes in der Person Jesu der Zugang zum ewigen Leben grundsätzlich geschenkt und eröffnet wurde. Auf dem Weg dahin fühle ich mich in der kirchlichen Gemeinschaft beheimatet und dazu motiviert, mich zu bemühen, Gottes- und Nächstenliebe zu praktizieren.
Ich glaube an den einen, ewigen und unsichtbaren Gott, der den Himmel und die Erde erschaffen hat. Er liebt alle Menschenkinder und will, dass sie respektvoll diese schöne Welt gemeinsam gestalten und verbessern.
Ich glaube an meinen Herrgott! Wer glaubt, ist nie allein. Es müssen dir die Glaubenswurzeln in der Kindheit geprägt sein. Weil dann hast du Halt und kannst dich daran klammern. Gottvertrauen hilft das ganze Leben.



























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