27.03.2020 - 17:40 Uhr
AmbergOberpfalz

Zeichen von Hoffnung und Zuversicht

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Das Coronavirus beschäftigt uns alle: Ob im Privatleben oder im beruflichen Alltag – überall sind wir mit Einschränkungen oder Neuerungen konfrontiert. Hier erzählen die Redakteure der Amberger Zeitung von ihren Erfahrungen.

Corona steht für Quarantäne und die Unmöglichkeit direkter sozialer Kontakte. Aber es kann auch eine alte Verbundenheit stärken.
von Autor HOUProfil

Sind das nicht irgendwie Zeichen von Hoffnung? Da schreibt ein alter Freund aus Colorado und erkundigt sich, wie es einem denn geht in einer Zeit, die heranreicht an den Begriff Apokalypse. Die nächsten Mails kommen von Verwandten aus dem Staat New York und von Leuten, die sich einst in den 1960er Jahren nach gemeinsam erlebten Amberger Rock'n'Roll-Zeiten aus den Augen verloren hatten. Immer die gleiche Frage: "Was machst Du?"

Die Pandemie scheint Menschen auf dem gemeinsamen Gleis des Schulterschlusses zu vereinigen. Leute, die sich lange nicht trafen und derer man sich nun erinnert. Verbunden mit der Sorge: Was tun sie gerade? Welche Ängste treiben sie um? Da ist der seit fünf Jahrzehnten ans Herz gewachsene Freund, dessen Unternehmen gerade von Corona herzlos gebeutelt wird. Was soll man ihm sagen angesichts einer Situation, die seine Existenz an die Grenzen bringt? Mehrere hunderttausend Euro hat der Unternehmer als Vorauszahlung für Fahrzeuge geleistet, die in Oberitalien stehen. Sein Einzelschicksal macht sprachlos.

Auch in Italien und Spanien gibt es mittlerweile Zeichen der Hoffnung

Deutschland und die Welt

Lebenslinien dieser Zeit lassen kleinere Probleme zu marginalen Begebenheiten werden. Die Taufe des Enkels ist auf ein in den Sternen stehendes Datum verschoben. Dem kleinen Jungen ist es sicherlich egal. Den Eltern und Großeltern nicht. Aber irgendwann wird sie stattfinden.

Dann auch womöglich mit der Patin. Sie wohnt in der Schweiz und hat momentan keine Möglichkeit, den Sohn ihres Bruders über das Becken zu halten.

Kontakt ist wichtig. Freilich jetzt nur über den Computer. Doch es wird der Moment kommen, in dem man sich wieder begegnen, in die Augen schauen und in der Arm nehmen kann. Diese Zuversicht macht Mut zur Überwindung von allem, was nun noch kommen mag.

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