29.03.2020 - 12:51 Uhr
AmbergOberpfalz

Zeit zur Besinnung: Zurück zu Gott am Berg oder per Livestream

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Das Coronavirus beschäftigt uns alle: Ob im Privatleben oder im beruflichen Alltag - überall sind wir mit Einschränkungen oder Neuerungen konfrontiert. Hier erzählen die Redakteure der Amberger Zeitung von ihren Erfahrungen.

Wenn auch das Ordinariat Regensburg das Aussetzen der öffentlichen Gottesdienste angeordnet hat, so bleiben die Türen der Gotteshäuser offen, die die Gläubigen zum stillen Gebet und zum Entzünden von Kerzen einladen.
von Thomas Amann Kontakt Profil

"Sub tuum praesidium confugimus": Lateinische, bedeutende Worte in diesen Tagen. Übersetzt heißen sie: Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir. Wer die alte Sprache etwas kann, weiß das. Aber wissen wir auch, wo diese Worte, die eigentlich ein Gebet sind, stehen? In Amberg an einer gleichsam bedeutenden Stelle: in der Bergkirche oben am Kirchenschiff vorm Altarraum, umrankt von zwei Engeln, die darauf hinweisen. Und sie weisen den Weg: hin zum Amberger Gnadenbild von Maria mit dem Jesuskind.

Wegen ihm wurde die Kirche erbaut, nahm unsere Marienverehrung 1634 einen "Neustart": Es war die Zeit, als die Pest in Amberg wütete und die Hälfte der Bevölkerung dahingerafft hatte. Damals legten die Bürger ihr Mariengelübde zum Ende des Schreckens ab. Und es wirkte. Corona ist nicht die Pest! Derartige Ängste will keiner schüren. Es geht nur um die Erinnerung, dass es in Krisenzeiten hilft, zu bitten. Selbst Ministerpräsident Söder hat im Angesicht der Lage gesagt: "Gott schütze unser Land."

Genau. Gott kann schützen. Einen Versuch ist es wert, mit den guten "Amberger Erfahrungen" von 1634 allemal. Auch wenn sich hinter diese Aussage heutzutage ein Smiley gehört, ist das nicht lächerlich. Nicht nur gläubige Christen fragen sich längst, was uns diese Viruslektion sagen will. Und sie haben angefangen, zu beten. Es dürfen noch mehr werden. Zuletzt waren nur wenige Leute in den Kirchen - klar, wegen der Ausgangsbeschränkungen. Man kann auch daheim beten oder an den per Onetz übertragenen Gottesdiensten teilnehmen.

Übrigens: Fotos von unserem Gnadenbild gibt es auch im Internet, ohne dass man dafür das Haus verlassen muss. Smiley! Lassen wir auch die Gottesmutter lächeln. Dass sie uns zulächelt und nicht nur uns Ambergern, sondern der ganzen Welt ihre helfende Hand reicht. So unterstützen wir auch das Anliegen des Papstes von Freitagabend bei seinem Weltsegen Urbi et orbi, als er forderte: Besinnen wir uns aufs Wesentliche im Leben, kehren wir um zu Gott.

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