16.04.2020 - 12:08 Uhr
AmbergOberpfalz

Zwei Funkys gehen, vier neue kommen

Auch ohne Konzerte tut sich bei den Funky Blues Rabbits gerade eine Menge. Zwei Gründungsmitglieder haben aufgehört, vier Nachfolger sind aber bereits gefunden.

Vier neue Blues Rabbits gibt es. Ihre Bühnenpremiere wird aber noch auf sich warten lassen.
von Andreas Brückmann (brü)Profil

Es war Mitte Dezember: Bei einer aus heutiger Sicht unvorstellbaren Party mit fast 700 Leuten im Casino-Saal in Amberg feierten die Funky Blues Rabbits den Abschied von Mr. T-Bone und Rudl Ballend. Die beiden Gründungsmitglieder hörten nach 16 Jahren mit Trompete und Bass auf.

"Keiner von uns hätte gedacht, dass das vorerst der letzte Gig mit den Funkys auf unbestimmte Zeit sein sollte", sagt Hannah K. Baxtor, aber für Live-Bands sind es einfach gerade undankbare Zeiten. Den ganzen Winter haben sich die Musiker in den Proberaum gesperrt und nach neuen Mitstreitern für die Band gesucht. Und weil sich eben viele richtig gute Leute gefunden haben, die Lust hatten, wurden die Blues Rabbits einfach erweitert.

So sind zu den bestehenden sieben Musikern jetzt im April vier neue Gesichter dazugestoßen: "Wir haben extra in München einen Auftritt ausgemacht, um erstmal alles zu testen. Da kennen uns ja nicht so viele Leute, aber das wurde wegen Corona leider nichts", berichtet B. B. Bobsn und ergänzt: "Wir haben auch wieder nach Typen gesucht, die ganz anders sind als die ehemaligen Bandmitglieder. Jemanden zu ersetzen, ist immer schwierig. Und wir sind sehr glücklich, dass wir vier so charismatische Mädels und Jungs gefunden haben."

Mr. T-Bone und Rudl Ballend hören bei den Funky Blues Rabbits auf

Amberg

Traditionell bekommen Neu-Funkys immer Künstlernamen verpasst. Das gilt auch für die vier Neuen: Machelles Jesús Rapido Gonzales spielt Trompete, am Saxofon sind Jane Jupiter und Mila van der Størm unterwegs und am Bass Jack The Picker Dalton. Damit geht die Band in der kommenden Saison, sollte es denn eine geben, zu elft auf die Bühne. "Damit ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, und schon beim Proben im Winter hat das richtig Druck und unendlich viel Spaß gemacht", sagt Matt Eagle. "Die Situation ist für uns im Moment ziemlich blöd, weil wir einfach nicht spielen können. Da wir aber nicht von Einnahmen abhängig sind und wir unseren Lebensunterhalt mit anderen Jobs bestreiten, kommen wir gut klar. Für unsere Technik-Firma und viele hauptberufliche Musiker sieht das leider anders aus", bekräftigt Gitarrist R.E.M. Kettner im Interview.

Deshalb haben sich die Funkys auch dazu entschlossen, für alle Corona-bedingten Absagen keine Gage zu verlangen. Sie weisen aber ausdrücklich darauf hin, wie wichtig es sei, Künstler zu unterstützen, die mit Live-Kunst ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.