Amberg
04.09.2019 - 19:04 Uhr

Der zweite Teil von "Es" kommt ins Kino

"Es" wird wieder gruselig: Der zweite Teil des Horrorfilms mit Clown Pennywise kommt ins Kino. Außerdem läuft eine Doku über Fußballlegende Diego Maradona an. Die Filmstarts der Woche im Überblick.

Der Horror: Bill Skarsgard als Pennywise in einer Szene des Films "Es: Kapitel 2". Bild: Warner Bros/dpa
Der Horror: Bill Skarsgard als Pennywise in einer Szene des Films "Es: Kapitel 2".

"Es: Kapitel 2": Schon der Trailer sorgte mit seinen besonders vielen Aufrufen innerhalb von nur 24 Stunden für besonders viel Aufregung, der Film selbst schoss dann in vielen großen Ländern auf Platz eins - und spielte schließlich weltweit insgesamt mehr als 700 Millionen Dollar ein: Die Rede ist von der Stephen King-Verfilmung "Es" aus dem Jahr 2017. Nun gibt es eine (fast dreistündige) Fortsetzung der Gruselgeschichte rund um Clown Pennywise. Erneut hat Bill Skarsgård die Rolle des bösen Narren übernommen. Erneut kommt die Inszenierung von Regisseur Andy Muschietti. Fast drei Jahrzehnte sind vergangen seit den Ereignissen des vorigen "Es"-Films. Die Kinder aus dem "Club der Verlierer" sind erwachsen geworden. (Es: Kapitel 2, USA 2019, 169 Min., FSK o.A., von Andy Muschietti, mit Bill Skarsgård, Finn Wolfhard, Jessica Chastain, https://www.warnerbros.de/) (dpa)

Trailer zu "Es: Kapitel 2"

"Und der Zukunft zugewandt": Das Drama schaut auf die Anfangsjahre der DDR. Alexandra Maria Lara spielt eine junge Kommunistin, die in der Sowjetunion unschuldig zu Lagerhaft verurteilt wurde. In der DDR will sie sich ein neues Leben aufbauen, aber über ihre Erlebnisse darf sie dort nicht sprechen. Regisseur Bernd Böhlich ("Polizeiruf", "Horst Krause") hat sich einen wahren Fall als Vorbild genommen - und stellt im Film die Frage, ob ein System funktionieren kann, wenn es bereits auf Lügen aufbaut. (Und der Zukunft zugewandt, Deutschland 2018, 108 Min., FSK ab 12 Jahren, von Bernd Böhlich, mit Alexandra Maria Lara, Robert Stadlober, Stefan Kurt, http://www.mm-filmpresse.de/film.php?film=314) (dpa)

Trailer zu "Und der Zukunft zugewandt"

"Der Honiggarten": In einer schottischen Kleinstadt in den 1950er Jahren verlieben sich zwei Frauen. Doch die strengen Moralvorstellungen der Bewohner bekommen die beiden zu spüren und drängen sie in die Ecke. Oscarpreisträgerin Anna Paquin spielt eine der Frauen - eine leidenschaftliche Ärztin. Ihre zweite Leidenschaft ist es, Bienen zu züchten. Das Bienensummen zieht sich durch den Film und verleiht ihm eine besondere Atmosphäre. Die Tiere ziehen auch den kleine Charlie (Gregor Selkirk) in den Bann, der von der Beziehung zwischen der Ärztin und seiner Mutter Lydia (Holliday Grainger) zunächst nichts ahnt. (Der Honiggarten - Das Geheimnis der Bienen, Großbritannien 2018, 108 Min., von Annabel Jankel, mit Anna Paquin, Holliday Grainger, Gregor Selkirk, Emun Elliott, Kate Dickie http://www.capelight.de/der-honiggarten) (dpa)

Trailer zu "Der Honiggarten"

"Diego Maradona": Diego Maradona ist für viele der beste Fußballer der Geschichte. In den 80er Jahren verzückte er die Sportwelt, krönte sich zum Weltmeister und wurde vor allem in Neapel gottähnlich verehrt. Jene wilde Zeit hat der Oscar-prämierte Filmemacher Asif Kapadia in einer Dokumentation verewigt, die komplett aus - teilweise noch unbekannten - Originalaufnahmen zusammengestellt wurde. Neben den Erfolgen und den Fußball-Freuden, die der Argentinier der von Chaos, Armut und Mafia geprägten Stadt am Vesuv schenkt, geht der Film auch intensiv auf die persönlichen Probleme Maradonas ein. Der aus ärmlichsten Verhältnissen gekommene Jahrhundertsportler wird in der Metropole aufgerieben zwischen den Erwartungen der Tifosi, den Avancen der Frauen und der Camorra und seiner Kokainsucht. (Diego Maradon, Großbritannien 2019, 120 Min., FSK ab 12, von Asif Kapadia, mit Diego Armando Maradona, Fernando Signorini, Claudia Villafañe, Corrado Ferlaino, Ciro Ferrara, https://dcmworld.com/portfolio/diego-maradona) (dpa)

Trailer zu "Diego Maradona"

"Synonymes": Bei der Berlinale gewann "Synonymes" überraschend den wichtigsten Preis. Regisseur Nadav Lapid erzählt die Geschichte eines Mannes, der in Paris seine israelischen Wurzeln hinter sich lassen möchte. Er lernt wie wild Französischvokabeln, weil er kein Hebräisch mehr sprechen will. Das Drama fragt, wie wichtig Heimatverbundenheit ist und ob man seine Herkunft hinter sich lassen kann. Der Film ist angelehnt an Lapids eigene Biografie, der nach dem Militärdienst nach Paris und wieder zurück zog. (Synonymes, Frankreich/Deutschland/Israel 2019, 124 Min., FSK ab 12 Jahren, von Nadav Lapid, mit Tom Mercier, Louise Chevillotte, Quentin Dolmaire, http://grandfilm.de/synonymes) (dpa)

Trailer zu "Synonymes"

"Hot Air": Er ist wütend, zynisch, selbstverliebt und populistisch: "Ich gebe den Leuten für drei Stunden am Tag das Gefühl von Macht in einer grausam gleichgültigen Welt", sagt Radio-Moderator Lionel Macomb (Steve Coogan), der mit seinen giftigen Tiraden ein Millionen-Publikum begeistert. Aber eigentlich ist ihm das alles egal, denn die Welt dreht sich nur um ihn selbst. Frank Coracis Comedy-Drama "Hot Air" durchdringt die unheilvolle Macht der Worte, noch mehr aber kreist die Geschichte um Lionel Macomb selbst. Dessen fein austarierte Welt gerät durch einen heuchlerischen Konkurrenten ins Wanken. Völlig durcheinandergewirbelt aber wird diese erst durch seine plötzlich auftauchende Nichte Tess (Taylor Russell), die dem Egozentriker nach und nach mehr Menschlichkeit einimpft. (Hot Air, USA 2019, 103 Min., FSK ab 6, von Frank Coraci, mit Steve Coogan, Taylor Russell, Neve Campbell, Skylar Astin, https://www.kinostar.com/filmverleih/hot-air) (dpa)

Trailer zu "Hot Air"

"Petting statt Pershing": Regisseurin Petra Lüschow nimmt uns mit ins Jahr 1983: Ursula, so der Name der von Anna Florkowski verkörperten, 17 Jahre jungen Protagonistin, fremdelt mit dem öden Alltagsleben in der deutschen, in der hessischen Provinz. Erst allmählich halten die Ideale und Konzepte der so genannten 68er-Bewegung in der Provinz Einzug. Vor allem eine Person ist es, deren Erscheinen Ursulas Leben nachhaltig beeinflussen soll: Der charismatische Lehrer Siegfried Grimm (Florian Stetter), der sich für den Frieden einsetzt, Selbstbefreiungskurse organisiert und anscheinend das gesamte Umfeld Ursulas sexuell befreien möchte. Dass er dabei ausgerechnet Ursula selbst vernachlässigt, macht die 17-Jährige ziemlich wütend. (Petting statt Pershing, Deutschland 2019, 97 Min., FSK ab 12, von Petra Lüschow, mit Anna Florkowski, Florian Stetter, Christina Große, http://www.filmweltverleih.de/cinema/movie/petting-statt-pershing) (dpa)

Trailer zu "Petting statt Pershing"

"Die Wurzeln des Glücks": Eigentlich ist Harry Rosenmerck Arzt in New York. Dann aber entscheidet er sich zu einem radikalen Schritt - und geht nach Israel, um dort Schweine zu züchten. Das allerdings ruft den Rabbi auf den Plan, doch schon bald werden die beiden ungleichen Männer Freunde. Außerdem erkennt Harry, dass er sich mit seiner Familie versöhnen muss: Seine Frau ist schwer krank, zu seinem homosexuellen Sohn hat er den Kontakt abgebrochen. Regie führte Amanda Sthers, die hiermit ihren eigenen Roman fürs Kino adaptierte. In den Hauptrollen sind James Caan und Tom Hollander zu sehen; in Nebenrollen auch Rosanne Arquette und Jonathan Rhys-Meyers. (Die Wurzeln des Glücks, Frankreich, Belgien 2019, 100 Min., FSK ab 6, von Amanda Sthers, mit James Caan, Tom Hollander, Jonathan Rhys Meyers, http://www.studiocanal.de/kino/die_wurzeln_des_gluecks) (dpa)

Trailer zu "Die Wurzeln des Glücks"

 
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