Ammersricht bei Amberg
29.04.2019 - 17:05 Uhr

Ammersricht drei Tage im Kirwa-Ausnahmezustand

Die neue Kirwa-Saison hat begonnen - traditionell in Ammersricht. Auch im zweiten Jahr hat sich dort laut Angaben des Kirwavereins die neue Fest-Wiese bewährt.

Ohne Kinder keine Ammersrichter Kirwa: Volkstänze statt Unterricht Bild: Stephan Huber
Ohne Kinder keine Ammersrichter Kirwa: Volkstänze statt Unterricht
Das neue Ammersrichter Oberkirwapaar Thomas Schwab und Eva Kronfeld. Bild: Angela Sonntag/exb
Das neue Ammersrichter Oberkirwapaar Thomas Schwab und Eva Kronfeld.

Schon am Samstag herrschte zum Start Ausnahmezustand. Die Kirwaleit feierten mit mehreren tausend Besuchern traditionsbewusst. Nachdem am Samstagnachmittag nur mit Muskelkraft der 27 Meter hohe Kirwabaum aufgestellt war, stand dem Festbetrieb am Abend nichts mehr im Weg. Die Mitglieder der Band Rundumadum zeigten zum Auftakt auf der Bühne, dass sie sich genauso auf den Kirwastart freuten, wie die zahlreichen Besucher im vollen Zelt. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Gäste auf den Bänken standen und bis in die Nacht feierten und tanzten.

Auch am Sonntag konnte das Regenwetter die Ammersrichter nicht abhalten. Nachdem die Burschen ihre Moidln im Dorf abgeholt hatten und singend mit der Kutsche am Kirwaplatz ankamen, stimmte die Band Boazn Briada zum Austanzen an. Nach Kreuz- und Sternpolka sowie vielen sehenswerten Figuren beim Ausanand-Zuranand erklangen die ersten Töne im Dreivierteltakt. Als die Musik beim Walzer stoppte, hielten Eva Kronfeld und Thomas Schwab den richtigen Strauß in der Hand und wurden somit zum neuen Oberkirwapaar gekürt. Abends versammelten sich noch mal viele Besucher und ließen den Sonntag traditionell in schöner Stimmung mit den Birgländer Musikanten ausklingen.

Wenn die Ammersrichter feiern, dann richtig. Ihre Kirwa begann am Samstag, dauerte drei Tage und war der Startschuss für die neue Kirchweih-Saison in der Region Amberg-Sulzbach. Wenn die Ammersrichter feiern, dann aber auch etwas anders als die Bewohner anderer Stadtteile und Dörfer – denn den Kirwa-Endspurt leiten die Kinder und Jugendlichen aus Kindergarten und Schule ein. Los ging es um 10.30 Uhr mit dem Spaziergang zum Festgelände am Froschweg, wo die Erwachsenen einen Frühschoppen genossen. Das junge Kirwa-Volk zeigte ab 11 Uhr traditionelle Volkstänze (Bild). Mit anderen Worten: Schulfrei für den Rest des Tages! Am Abend aber war es in Ammersricht so, wie anderenorts auch. Der dritte Tag ging mit der Band Wöidarawöll in die Schlussrunde.

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