13.03.2019 - 11:19 Uhr
Ammersricht bei AmbergOberpfalz

DJK Ammersricht: Keiner will Vereinschef sein

Er war alles bestens angerichtet. Mitgliederzahl und wirtschaftliche Entwicklung der DJK Ammersricht sind gut. Doch an die Spitze des Vereins will keiner.

DJK-Vorsitzender Eduard Hanauer (Zweiter von links) gratuliert zur Ehrenmitgliedschaft und für 40 Jahre Treue zum Verein (weiter von links): Klaus Bogedaly, Angelika Frei und Günther Ströhl.
von Autor HAEProfil

Die DJK-Gaststätte war gut besucht, als Vorsitzender Eduard Hanauer die Jahreshauptversammlung mit der fälligen Neuwahl eröffnete. Nach drei Amtsperioden stellten sich Hanauer und Schatzmeisterin Angelika Frei, die seit 2006 den Posten innehat, für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Weder im Vorfeld, noch bei der Versammlung fand sich jemand, der diese Ämter übernehmen möchte.

Die Folge ist laut Hanauer, dass der bisherige Vorstand satzungsgemäß kommissarisch im Amt bleibt, bis bei einer erneuten Versammlung ein neues Gremium gewählt wird.

Etwas in den Hintergrund trat deshalb der Tätigkeitsbericht des Vorstands. Derzeit hat die DJK 466 Mitglieder und damit etwas weniger Aktive als im Vorjahr. Zumba und Kraftsport hatten einen stärkeren Rückgang zu verzeichnen, der Kinder- und Jugendbereich dagegen blieb laut Hanauar stabil. Ein großes Problem sei die relativ starke Fluktuation bei den Mitgliedern. Einen stärkeren Wechsel gab es auch bei den Übungsleitern, aber die DJK-Spitze konnte für alle Sportangebote entsprechende Betreuer finden. Erfreulich sei, dass auch 2019 das Tennistraining für Kinder fortgesetzt werden kann. Trotz des geringer werdenden Engagements der Mitglieder berichtete Eduard Hanauer von vielen gesellschaftlichen und sportlichen Aktivitäten in Ammersricht.

Viel Eigenleistung

Nach den Worten des Vorsitzenden erfordern das vereinseigene Sportheim und die Tennisanlage ganzjährig viel Arbeit und Kosten. "Gott sei Dank finden sich immer noch Mitglieder, die im Rahmen der Ehrenamtspauschale die Tennisplatzpräparation und die Grünanlagenpflege übernehmen", sagte der Vereinschef. Auch die umfangreiche Renovierung des Kraftraumes und das Tünchen der Gaststätte seien durch Eigenleistungen erbracht worden. Darüber hinaus wurden eine Reihe von Sportgeräten für den Übungs- und Trainingsbetrieb angeschafft. Im Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre verwies Hanauer auf eine Vielzahl von Projekten, durch die das Haus und die Anlage augenblicklich in einen guten Zustand gebracht wurden.

Über die finanziellen Mittel, die diese Investitionen erfordern, berichtete Schatzmeisterin Angelika Frei. Neben den Mitgliedsbeiträgen seien es vor allem die deutlich gestiegenen Einnahmen aus der Bewirtschaftung und Vermietung des Sportheimes, die Investitionen leichter möglich machen. Auch der Zuschuss der Stadt für die 2017 vorgenommenen großen Investitionen habe der Kasse gut getan. Trotz der Ausgaben konnte laut Schatzmeisterin erneut "ein sattes Plus" erwirtschaftet werden.

Lob vom Bürgermeister

Bürgermeister Martin Preuß vernahm es mit Freude und lobte die erfolgreiche Arbeit des Vereins. Aber auch ihm sei bewusst, dass die damit verbundenen Ehrenämter immer schwieriger zu besetzen sind. Für Pfarrer Michael Jakob als geistlicher Beirat ist die DJK ein Aktivposten im Vereinsleben der Pfarrei.

Eine große Ehre wurde Angelika Frei zuteil. Unter großem Beifall ernannte die Hauptversammlung die Schatzmeisterin (13 Jahre) zum Ehrenmitglied der DJK Ammersricht. Für 40 Jahre Mitgliedschaft im Verein konnte Vorsitzender Eduard Hanauer eine Reihe von Mitgliedern ehren.

Ehrungen:

Ehrenmitgliedschaft

Angelika Frei: 13 Jahre Schatzmeisterin

40 Jahre Mitgliedschaft im Verein

Klaus Bogedaly

Brigitte Donhauser

Paul Donhauser

Erwin Niedermeier

Günther Ströhl

(hae)

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