"Klimawandel - Pflanzenwandel" war ein Referat überschrieben, das Kreisgartenfachberater Arthur Wiesmet bei der Mitgliederversammlung des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins hielt. So müsse inzwischen bei der Pflanzenauswahl der anhaltende und womöglich noch forcierende Klimawandel berücksichtigt werden.
Beim Gießen wegen zunehmender Trockenheit könne zudem viel falsch gemacht werden: Wenn Blätter zu lange nass blieben, könnten beispielsweise Pilzkrankheiten entstehen. Auch sollte gezielt gegossen werden. In der Regel bedeute das, lieber eine Pflanze einmal gut zu wässern und nicht jeden Tag nur kurz zu gießen. So könnte das Wasser bis zur Wurzel durchsickern. Noch besser sei eine sorgfältig dosierte Bewässerungsanlage für den Garten.
Verabschieden müssten sich Gartenliebhaber mittelfristig wohl vom Buchs, betonte Wiesmet laut einer Pressemitteilung. "Den wird es künftig nicht mehr geben.", betonte er. In den nächsten zehn Jahren würden wohl bis zu 90 Prozent aller Buchs-pflanzen verschwinden. Verantwortlich dafür seien verschiedene Probleme. Der Schädling Buchsbaumzünsler etwa, ein Kleinschmetterling, der dem Buchs den Garaus mache, sei "fast nicht mehr aufzuhalten". Der Klimawandel habe beispielsweise in der hiesigen Region die Folge, "dass inzwischen bei uns Pfirsich-Anbau in fast jedem Hausgarten möglich ist".
Anhand zahlreicher Bildbeispiele veranschaulichte Kreisfachberater zudem gelungene Gartengestaltungen und Fehltritte. Bei der Auswahl der Pflanzen sollte zunehmend daran gedacht werden, wie viel Trockenheit sie vertragen. Ziemlich belastbar seien in dieser Hinsicht etwa die Blaue Raute, Zistrose, Lavendel, Kugeldistel, Schleierkraut und auch der Salbei. Für einen Steingarten im herkömmlichen Sinn würden sich der Mauerpfeffer und der Hauswurz eignen. Grundsätzlich sollte auch über eine Blumenwiese nachgedacht werden, sie müsse nur einmal im Jahr gemäht werden.
Vorsitzende Sieglinde Pipetz kündigte einen Ausflug zur Landesgartenschau in Wassertrüdingen an. Er findet Sonntag, 28. Juli, statt, Anmeldungen nimmt Pipetz entgegen. Am Sonntag, 15. September, feiert der Verein sein 70-jähriges Bestehen mit einem Grillfest am Kugelfang.
Am Ende dankte Pfarrer Michael Jakob den Mitgliedern für die Pflege des Pfarrplatzes. Stadtrat Christian Schafbauer kündigte eine Feuerlöschprüfung im Herbst an und Rudolf Maier die Situation mit dem Eichenprozessionsspinner anriss.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.