17.07.2019 - 17:12 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Drei Generationen tanzen auf Ammerthaler Kirwa

Die Ammerthaler lieben ihre Kirchweih. Keine Veranstaltung lockt so viele Bürger auf den Dorfplatz. Am Sonntag beim Tanz der Kirwapaare sind sogar Stehplätze rar.

So viele Kirwaleute: 19 aktuelle und 15 ehemalige Paare tanzten am Sonntag in Ammerthal um den Baum.
von Autor OEProfil
Das Oberkirwapaar 2019: Theresa Hofmann und Tobias Gräml.
Baumaustanzen in Ammerthal: Schottischer mit Figuren.

Die Kirwagemeinschaft mit den drei Vorständen Sarah Hirschmann, Marcel Pemp und Dominik Weiß organisierte ein tadelloses Fest und das ganze Dorf feierte mit. Schon am Freitag konnten sich die Kirwapaare mit Freunden bei einer Plattenparty auf die bevorstehenden Tage einstimmen. Warum dieses Jahr vier Tage gefeiert wurde? Ein Jubiläum: 25 Jahre Baumaustanzen.

Wie jedes Jahr tuckerte Robert Weiß am Samstag in aller Früh mit seinem Ackerdiesel Baujahr 1952 zusammen mit den Burschen in Richtung Wald. Baum fällen, entasten, aufladen und zum Festplatz bringen. Eine schweißtreibende Arbeit, denn der von Gerhard Schmid gespendete Riese hatte immerhin eine Länge von 33 Metern. Die Mädels des Vereins schmückten den Baum und mit schwerem Gerät rückte die Firma Englhard an, um ihn aufzustellen. Rudi Pirkl hatte alles vorbereitet, um den Baum in das rund zwei Meter tiefe Loch am Dorfplatz zu dirigieren. Am Abend heizte die Formation Sakrisch musikalisch ordentlich ein.

Gut besucht war am Sonntagvormittag der Festgottesdienst. Den anschließenden Frühschoppen am Dorfplatz begleitete die Ammerthaler Blaskapelle mit zünftiger Musik. Mit wunderschön geschmückten Wagen, gezogen von schwarzen Kaltblütern aus Ehringsfeld, kamen die 19 Kirwapaare juchzend und mit Gesang zum Dorfplatz. Allen voraus die Allerscheynsten mit typischer Kirwamusik. Traditionell, wie erstmals vor 25 Jahren, tanzten die Paare um den Baum. Siebenschritt, Schottischer mit Figuren, Zwiefacher und mehr. Die Burschen mit Lederhosen und die Mädels in feschen Dirndln. Beim Walzer stoppte plötzlich die Musik und der herumgereichte Blumenstrauß war in den Händen von Theresa Hofmann und Tobias Gräml. Das neue Oberkirwapaar war gefunden. Ein weiterer Höhepunkt war die Tanzeinlage von ehemaligen Kirwapaaren, die teilweise schon vor 15 Jahren in Ammerthal um den Baum getanzt waren. Bei Sternpolka, Boarischer und Walzer zeigten die 15 Paare, dass sie nichts verlernt haben.

Am Montag war das Dorfbild geprägt von rußgeschwärzten Jugendlichen und Kindern. Der Kirwabär wurde durch die Straßen gejagt. Zur selben Zeit feierten viele Senioren die von Kirwagemeinschaft und Monika Fruth organisierte Seniorenkirchweih. Peter Bogner sorgte für beste Stimmung im Zelt und es gab noch eine Überraschung. Die Grundschüler der Ammerthaler Volksschule zogen mit Musik ein und zeigten den von Sophia Birk einstudierten Tanz "Weiß-Blau". Für die teils akrobatischen Figuren gab es Sonderapplaus. Zum Ausklang sorgte Tschuki Tschuki für beste Stimmung im Zelt.

Wieder einmal war es der jungen Kirwagemeinschaft gelungen, ein ganzes Dorf zu begeistern. Ein Kirwabursch brachte es auf den Punkt: "Ein Dorf ohne Kirwa ist kein Dorf." Drei Generationen tanzten in diesem Jahr zur Freude der vielen Kirwabesucher, und die Ammerthaler waren begeistert.

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