05.04.2019 - 17:58 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Gemeinderat Ammerthal: Umbau von Rathaus kostet 2,7 Millionen Euro

Die Planungen für den Umbau des Rathauses standen erneut auf der Agenda des Gemeinderats. Uwe Reil vom Weidener SHL Architektenbüro stellte den aktuellen Stand vor. 2,7 Millionen Euro teuer soll das Projekt werden.

von Klaus HöglProfil

Die CSU-Fraktion stellte den Antrag, diesen Tagesordnungspunkt wegen angeblich fehlender Unterlagen zu vertagen. Mit fünf zu fünf Stimmen kam allerdings keine Mehrheit zustande. Uwe Reil vom Planungsbüro SHL-Architekten aus Weiden erläuterte die bevorstehenden Maßnahmen: Insgesamt sollen die Umbauarbeiten in vier Teilschritten erfolgen. Reil begann mit der Vorstellung der Pläne für den Bürgersaal und die Teeküche im Obergeschoss. Mit diesen soll die Baumaßnahme eingeleitet werden.

Ein Multifunktionsraum in einer Größe von 95 Quadratmetern ist Teil der Pläne. In ihm sollen künftig die Sitzungen des Gemeinderates abgehalten sowie Ausstellungen organisiert werden. Zudem könnten dort Vereine tagen und Trauungen stattfinden. Reil: "Das ist bautechnisch keine große Herausforderung." Es werde auch überlegt, eine Trennwand einzubauen. Dass Baumaßnahmen erforderlich sind, darüber herrschte im Gemeinderat aufgrund der Bausubstanz kein Zweifel. Weiterhin bestehe Bedarf an zusätzlichen Büroräumen. Gemeinderat Stephan Koller zufolge platze das derzeitige Rathaus aus allen Nähten. In einem zweiten Schritt sollen barrierefreie Büroräume inklusive Toiletten und Aufzug im jetzigen Trauungszimmer im Erdgeschoss entstehen. Der Umbau des Bürgersaals sowie der Totalausbau des Dachgeschosses sind mit 439 000 Euro beziffert. Ob die Baumaßnahmen tatsächlich so viel Geld beanspruchen werde, daran zweifelte Koller: "Es werden keine 439 000 Euro Kosten sein."

Mit der ersten Phase soll es in diesem Jahr losgehen. Die Arbeiten am barrierefreien Erdgeschoss-Teil sollen im März 2020 beginnen. Wie es danach weiter geht, ist noch unklar, denn dann folgen Neuwahlen. Zweiter Bürgermeister Hans Lang: "Das entscheidet der neue Gemeinderat." Stillstand dürfe es nicht geben: "Denn wenn wir A sagen, müssen wir auch B sagen. Wenn wir oben anfangen, müssen wir unten weitermachen", kommentierte Hubert Engelhard. So auch Gemeinderat Georg Paulus: "Der Bürgersaal allein nützt ja nichts. Es sind vier Bauabschnitte". Robert Weiß wollte die Gesamtkosten wissen.

Uwe Reil: "Die Gesamtkosten wurden vom planenden Architekten auf rund 2,7 Millionen beziffert, wenn alles ausgebaut und total fertig ist." Laut Drittem Bürgermeister Thomas Bär verteile sich die Summe zum einen auf mehrere Jahre. Zum anderen dürfe nicht vergessen werden, dass die Gemeinde mit 700 000 Euro Fördergeldern rechnen könne.

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