02.01.2020 - 16:43 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Nominierungsversammlung in Ammerthal: Weniger Streit mit neuem Gemeinderat?

Die Christliche Wählergemeinschaft Ammerthal nominiert ihre Kandidaten für die Kommunalwahlen im März. Vorsitzender Johann Götz geht in seiner Rede bei der Versammlung im Ammerthaler Hof auf die Ziele der CWG ein.

Die Christliche Wählergemeinschaft (CWG) Ammerthal nominierte im Ammerthaler Hof ihre Kandidaten für die Kommunalwahlen im März.
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Die Zeit des Streitens und der persönlichen Anfeindungen solle mit dem neuen Ammerthaler Gemeinderat beendet werden, sagte Götz. "Wir wollen möglichst viele Gemeinderäte stellen und damit auch für einen Wandel im Umgang miteinander sorgen."

Um die Zukunft der Gemeinde mitgestalten zu können, präsentiere die CWG eine Liste mit "meinungsstarken und engagierten Kandidaten", betonte der Vorsitzende. Die erfahrenen und neuen Leuten würden einen Querschnitt der Ammerthaler Bevölkerung abbilden. Einstimmig wurden sie in einer geheimen Wahl als Kandidaten bestätigt.

Angeführt wird die Liste von den erfahrenen Gemeinderäten Georg Paulus, der seit mehr als 23 Jahren diesem Gremium angehört, und Stefan Badura, der seit 2014 im Gemeinderat ist. "Die Tatsache, dass Kommunalpolitik aber auch für die junge Generation interessant ist, zeigt unter anderem die Platzierung von Moritz Koberstein auf Platz drei der Liste", sagte Götz. Koberstein engagiere sich tatkräftig in vielen Vereinen. Er fordert deshalb einen massiven Ausbau der Vereins- und Jugendförderung. Besorgt zeigte sich Katharina Schneider wegen des fehlenden Glasfaseranschlusses für Ammerthal, Viehberg und Fichtenhof. Damit sei die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde gefährdet.

Alle Kandidaten waren sich einig, dass der Slogan der Gemeinde "Tradition bewahren - Zukunft gestalten" mit dem eingeschlagenen Weg der derzeitigen Rats-Mehrheit aus UWG und BFA nicht erreicht werden könne.

Im Anschluss an die Nominierung gab Stefan Badura einen Einblick in die aktuelle Gemeinderatsarbeit. So hätten die CWG-Gemeinderäte zahlreiche Anträge gestellt, wie die Errichtung von Wlan-Hotspots, die Glasfaseranbindung der Gemeinde mit den Ortsteilen Viehberg/Fichtenhof, eine Projektgruppe zum Bau eines Kinderspielplatzes, die Platzierung von E-Ladesäulen sowie die Erschließung der Flächen zwischen Fichtenhofer und Dietersberger Straße mit einem Quartierszentrum Stodlwirt. Doch die "wurden von der UWG/BFA-Mehrheit im Gemeinderat und Bürgermeisterin Sitter einfach nicht bearbeitet, blockiert oder abgelehnt", sagte Badura.

Im zukünftigen Gemeinderat wolle die CWG auf Projektarbeit setzen und mit Argumenten bei den Sachthemen überzeugen. "Wir wollen weg von einem Fraktionszwang, wie ihn UWG und BFA seit Mai 2014 leider praktizieren. In einem Gemeinderat müssen die Sachthemen, quer über alle Fraktionen, im Vordergrund der Arbeit stehen", erläuterte Badura. "Den Höhepunkt im negativen Sinne haben wir zuletzt bei der Abstimmung über die Hauptamtlichkeit des zukünftigen Bürgermeisters in der Gemeinde Ammerthal erlebt. Keinerlei Zahlen auf dem Tisch, Fakten wie die massiv erhöhten Pensionsansprüche der Bürgermeisterin wurden bewusst verschwiegen und trotzdem stimmen alle Gemeinderäte von UWG und BFA für diesen Antrag."

Georg Paulus fügte hinzu: "Die Mitglieder der Christlichen Wähler Gruppierung sprechen mit den Bürgern. Wir kennen die Themen, wir nehmen die Belange ernst und setzen uns seit Jahren dafür ein."

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