21.08.2019 - 11:27 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Shabbatfeiern ein Erlebnis

30 Jahre funktioniert die Partnerschaft mit Hevel Modiin in Israel. In dieser Zeit fand fast jedes Jahr ein Jugendaustausch statt, organisiert vom Partnerverein Ammerthal-Modiin und der Organisation von Modiin. Auch heuer.

Jugendaustausch 2019
von Autor OEProfil

Dieses Jahr besuchten auf Einladung von Bürgermeister Shimon Susan (Hevel Modiin) 13 Jugendliche aus Ammerthal und Umgebung die Partnergemeinde. Der Bayerische Jugendring fördert finanziell und auch mit für den Jugendaustausch wichtigen Seminaren die Jugendarbeit. Die beste Gelegenheit, Land und Leute und damit den täglichen Ablauf in einer israelischen Familie kennenzulernen, ist die Aufnahme bei Gasteltern die auch selbst Jugendliche haben. Die Aufnahme dort war herzlich und auch die jeweiligen Shabbatfeiern in Familienkreisen waren ein Erlebnis, bestätigten die Teilnehmer.

Bürgermeister Susan hob beim Empfang im Rathaus in Shoham die Wichtigkeit und Bedeutung des jährlichen Jugendaustausches für Israel und Deutschland hervor. Die beiden deutschen Jugendleiter Daniel Schuller und Marina Degenkolb bedankten sich für die Einladung und die tolle Gastfreundschaft.

Die Jugendlichen lernten Orte kennen, die nicht jeder Tourist auf der Reiseliste hat. Organisator Gugi Idan (Hevel Modiin) und sein Team hatten ein ansprechendes Programm auf die Beine gestellt, war bei den wichtigsten Touren Betreuer und konnte die vielen Fragen der Jugendlichen beantworteten.

In Jerusalem war die erste Station die Davidszitadelle, eine Festung mit Grundmauern aus dem Jahr 24 vor Christus. Natürlich standen die Grabeskirche, die Klagemauer, der Kreuzweg Jesus und die Katakomben von Jerusalem auf dem Programm.

Ein fester Bestandteil des Austausches ist immer der Besuch von Yad Vashem, der bedeutendsten Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert und sie wissenschaftlich dokumentiert. Beim Denkmal für Kinder, ein unterirdischer Raum mit Kerzenlicht, schämte sich keiner der Tränen. An dieser Stätte wird an die 1,5 Millionen ermordeten jüdische Kinder gedacht.

Ein besonderes Erlebnis war der Fußmarsch zur ehemaligen jüdischen Festung Masada, die 2001 in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen worden war. Die Festung wurde von König Herodes in etwa 30 vor Christus gebaut. Der Schlangenpfad der zur Festung führt, ist nicht einfach und forderte viel Kondition von den Jugendlichen, berichtete Jugendleiter Daniel Schuller.

Der Jugendaustausch 2019 war ein tolles Erlebnis, so die einhellige Meinung der Jugendlichen. Die zwölf Tage in Hevel Modiin waren eine Mischung aus Studienfahrt mit Geschichte, Kultur und Freizeitspass mit Sport und abendlichen Partys. Baden im Toten Meer und auch am Strand von Tel Aviv kam nicht zu kurz. Sogar Eislaufen in Tel Aviv bei Außentemperaturen von über 30 Grad stand auf dem Programm.

Ein tolles Erlebnis: Jugendaustausch mit Hevel Modiin/Israel.
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