01.07.2018 - 14:44 Uhr
Angfeld bei IllschwangOberpfalz

Geistlich-Weltliches oben auf der Hüttn

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmer Wärme beginnt am Samstagnachmittag ein Traditionsfest mit besonderem Flair: Die Hüttenkirwa des DAV (Deutscher Alpenverein) Sektion Sulzbach-Rosenberg auf dem Hirtenberg bei Angfeld. Der Zuspruch ist ungebremst.

Die Organisatoren (von links) Andreas Eckl (Schatzmeister), Armin Ertel (Fuchsbeck), Wolfgang Ertl, Elke Geck-Neidl (3. Vorsitzende), Michael Scherer (2. Vorsitzender), Pfarrer Uwe Market, Günter Koller (2. Bürgermeister Sulzbach-Rosenberg), Bernhard Eisenreich (Vorsitzender), Benjamin Hiltl (2. Bürgermeister Illschwang), Helmut Fackler (Ehrenvorsitzender).

Der Vorsitzende des DAV Sulzbach-Rosenberg, Bernhard Eisenreich, freute sich über das Interesse der Mitglieder und Freunde des Vereins und einiger Ehrengäste sowie insbesondere über den Rosenberger evangelischen Pfarrer Uwe Markert.

Nach den Begrüßungsworten der Gemeindevertreter, 2. Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde Illschwang, Benjamin Hiltl, und 2. Bürgermeister der Stadt Sulzbach-Rosenberg, Günter Koller, eröffnete der Illschwanger Posaunenchor den ökumenischen Gottesdienst zur Hüttenkirwa, der leider ohne einen katholischen Geistlichen stattfinden musste.

In der Predigt sprach Pfarrer Markert über das verlesene Markus-Evangelium, in dem berichtet wird, wie Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder ging und unterwegs seine Jünger Ähren abrissen, um sie zu essen. Die Pharisäer sagten: Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat verboten. Jesus widerlegte die Ansicht der Pharisäer und erwiderte: der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat.

Pfarrer Market übertrug diese Situation in unsere heutige Zeit. "Hier auf dem Hirtenberg arbeiten Freiwillige des Vereins, damit die Besucher ihren Sabbat feiern können. Polizei, Feuerwehr, Ärzte, Gastronomie - sie arbeiten alle am Sonntag, um den Menschen zu helfen. Solche Arbeiten sind durchaus erlaubt und notwendig."

Fundamentalisten, wie die Pharisäer, die auf Einhaltung starrer Regelungen bestehen, beschneiden die Freiheit der Menschen. Pfarrer Market rief alle auf, sich für die Gemeinschaft zu engagieren und hob die Teamarbeit beim DAV, des größten Vereins in Sulzbach-Rosenberg, hervor.

Unter der Begleitung des Posaunenchors klang mit dem Lied "Nun danket alle Gott" der ökumenische Gottesdienst aus.

Dann ging es nahtlos zum weltlichen Teil über. Die zwischen den Bäumen locker verteilten Biertische luden zum Verweilen ein. Rostbratwüste mit Kraut und Brot, Kaffee und Kuchen und natürlich kühle Getränke belohnten die Mühen des Aufstieges zur Angfeld-Hütte. Dazu spielten zwei junge Musikanten auf der Gitarre und der Ziach die passende Musik zur Unterhaltung.

Heute startet ab 16 Uhr auf der Angfelder Hütte die Noukirwa mit Unterhaltungsmusik. Die freiwilligen Helfer freuen sich auf viele Besucher und sind bestens gerüstet. Zur Unterhaltung der jüngeren Gäste stehen eine Slackline und ein Kletterturm bereit. Für die Abbauarbeiten am Dienstag ab 9 Uhr hofft der Vorstand auf die Mithilfe vieler fleißiger Mitglieder, hieß es.

Zur Angfelder Kirwa gehört auch immer ein Gottesdienst im Freien. Der evangelische Rosenberger Pfarrer Uwe Markert zelebriert ihn am Samstag..

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