13.11.2020 - 12:00 Uhr
Atzlricht bei AmbergOberpfalz

Kümmersbrucker Schüler pflanzen Jungbäume

Die Schüler der Klasse 6a der Mittelschule Kümmersbruck stärkten sich erst mit einer Brotzeit. Danach ging es mit dem Spaten an die Arbeit. Gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzten sie Jungbäume im Wald bei Atzlricht.

Die Sechstklässler der Mittelschule Kümmersbruck zeigen, wie ein Baum richtig eingepflanzt wird.
von Caroline Keller Kontakt Profil

Diese Pflanzaktion hat Tradition: Bereits zum achten Mal in Folge pflanzte die Kümmersbrucker Mittelschule gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Jungbäume. Mit dem Städtischen Forstamt, Bürgermeister Martin Preuß und der Firma Cube gingen die Schüler der Klasse 6a mit Lehrerin Felicitas Berger auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Fuchsstein bei Atzlricht an's Werk.

Martin Preuß findet es sehr schön, dass die Aktion Kontinuität hat, denn der Klimawandel erfordere einen Umbau im Wald: "Wichtig ist vor allem eine Bewusstseinsbildung. Die funktioniert durch den pädagogischen Auftrag." Sven Grünert vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg (AELF) und Martin Seits vom städtischen Forstamt erklärten den Schülern, warum das Pflanzen von Jungbäumen wichtig ist. "Durch den Klimawandel sind die Wälder sehr trocken", sagte Seits. "Auch auf dieser Fläche hat die Trockenheit die Fichten eingeholt." Grünert erklärte, dass eine weitere Ursache für den Rückgang des Waldes der Borkenkäfer ist: "Unser Wunsch ist es, wieder mehr Mischwälder aus Alt- und Jungbaumbeständen in Bayern zu haben. Darum pflanzen wir heute die Elsbeere und die Schwarznuss." Beide Baumarten sind Laubbäume.

Von einer Brotzeit gestärkt, machten sich die Schüler in Gruppen mit den Mitarbeitern des Forstamts und der Schutzgemeinschaft eifrig an die Arbeit. Die Sechstklässler zeigten auch, wie das Einpflanzen der Jungbäume richtig gemacht wird: Zuerst muss mit dem Spaten ein Loch im Boden ausgehoben werden. Dann wird der Jungbaum eingesetzt und das Loch wird mit Erde aufgefüllt. Zum Schluss wird diese noch fest getreten. Und schon ist der Baum fertig eingepflanzt. Martin Preuß verglich die Schüler mit der Legende des Sankt Martin: "Der heilige Sankt Martin hat seinen Mantel geteilt. Ihr teilt eure Arbeitskraft und Zeit, um etwas Gutes für die Amberger zu tun."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.