30.10.2019 - 14:32 Uhr
Atzmannsricht bei GebenbachOberpfalz

Atzmannsricht feiert ausgelassen Kirwa

Fast könnte man meinen, in Atzmannsricht wird der Brexit unterstützt. Denn am Kirwabaum in der Dorfmitte prangen groß die Buchstaben UK und eine Krone, als die 14 Paare das Wahrzeichen des Festes austanzen.

Die 14 Atzmannsrichter Kirwapaare freuen sich mit ihrer musikalischen Begleitung über erfolgreiche Tänze.
von Autor KOWProfil

Mit dem United Kingdom, dem Vereinigten Königreich, haben die Lettern nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich um die Initialen des Baumspenders Ulrich König.

Die Kirwagaudi begann bereits am Freitag mit einer zünftigen Vorkirwa im Gasthaus Fenk. Bei Musik und Brotzeit stand einem gelungenen Einstieg in das Kirwawochenende dann nichts mehr im Weg.

Am Samstagmorgen holten die Kirwaleit den Baum ein – traditionell gestiftet von einem Ortsbürger. Reich verziert mit Schnitzwerk, Bändern und Kränzen wurde der stattliche Stamm allein durch Muskelkraft mit Goißen und Spießen in die Höhe gebracht. Dort am Dorfplatz stellt er das Wahrzeichen für die Traditionskirwa dar.

Mit der Teilnahme am Festgottesdienst, zelebriert von Pfarrvikar Christian Preitschaft, begann der Kirwasonntag. Das Motto der Predigt „Völlig losgelöst von der Erde“ zog sich bis zum Austanzen am Nachmittag durch, so ausgelassen feierten die Kirwapaare ihren Festtag. Nach Sternpolka, Siebenschritt und dergleichen, aufgespielt von den Remerschnalzern, wurden Nicole Bäumler und Andreas Hager im Entscheidungstanz als neues Oberkirwapaar gekürt. Die Körbe des Paares am Baum waren prall gefüllt, so dass die geduldig wartenden Kinder reich mit Süßigkeiten belohnt wurden. Bei Kaffee und Kuchen wurde bis weit in den Abend hinein der gesellige Austausch gepflegt, da der Kirwasonntag meist auch von Verwandtschaftstreffen geprägt ist.

Zum Mittagstisch am Montag trafen viele Firmen aus der Region ein, um Leckeres vom Grill und Kuchenstand zu verzehren. Den Dorfbewohnern, Angehörigen und Freunden gehörte vorwiegend der Nachmittag für einen Ratsch, bevor es galt, den Abendansturm zu organisieren. Die Zoigl-Musik spielte zünftig auf, bis Manuel Kohl als Moderator die Verlosung der zahlreich gesponserten Preise anging. Neben den Gewinnen lockte auch immer ein Bussi vom Oberkirwamoidl. Der von Ulrich König gespendete Baum ging schließlich an Kathi Mägerl. Erst in der Früh leerte sich die Halle von Werner Kohl, und es klang rau aus den Kehlen der Kirwapaare: „Oh Kirwa lau ned nou."

Das neue Atzmannsrichter Oberkirwapaar Nicole Bäumler und Andreas Hager.
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