16.04.2019 - 16:12 Uhr
AuerbachOberpfalz

Auerbacher Waidmänner ziehen Bilanz

Gute Stimmung herrscht bei der Frühjahrsversammlung der Jägerkameradschaft Auerbach im Wellucker Gemeindehaus. Das liegt nicht nur an der Hegeschau und deftigen Brotzeit mit Leberkäse vom Wildbret. Es gibt Informationen satt.

Der Bläserchor bietet einen beeindruckenden Auftakt zur Frühjahrs-Jagdversammlung.
von Autor SCKProfil

Zu Ehren der verstorbenen Jagdfreunde und -genossen hatte der Bläserchor Waidmannsdank und Jagd vorbei – Halali intoniert. Die Frühjahrsversammlung als dritter Teil das Abends, nach Hegeschau und Brotzeit, wurde von den Jagdhornbläsern unter Leitung von Hornmeister Markus Toesko mit dem Parforcehorn-Echo eingeleitet. Der Vorsitzende Dieter Möller entbot der versammelten Runde und insbesondere dem Jagdfreund Diakon Franz-Josef Reck aus Michelfeld zur Begrüßung ein Waidmannsheil und gab einen Überblick über die Ereignisse bei der Jägerkameradschaft seit der Herbstversammlung.

Möllers Bericht über die vergangenen Monate beinhaltete das Hüttenfest im Oktober, die Hubertusmesse und den Wildbret-Kochkurs im Gasthof Grottenhof. In mehreren Stunden Arbeitsdienst auf Maffei baute man die Wursthütte für die Bergwerksweihnacht auf und den Grill für das Braten von Leberkäse und Wildschwein. Die Veranstaltung war von Erfolg gekrönt und war eine echte Werbung für die Jägerkameradschaft und die hiesige Jagd, so Möller. Weiter gab es ein Jagdkonzert bei Caritas, ein weihnachtliches Konzert im Krankenhaus, die Präsentation des Lehrmittels „Schulkalender“ durch Referent Uli Schomann unterstützt von Gabi Schleicher und schließlich zum Jahresende Alphornklänge auf dem Pinzigberg.

Das Jahr 2019 begann mit dem Neujahrsempfang bei Landrat Richard Reisinger und beim Bayerischen Jägerverband und mit einem Wildbret-Kochkurs im Grottenhof bei Heiko Lohner. Im laufenden Monat fanden bereits die örtliche Hegeringversammlung und der Landesjägertag in Passau statt. Möller kündigte für den verhinderten Schießreferenten Uli Schomann zwei Schießen im Verlauf des Jahres an referierte über die aktuellen jagdpolitischen Themen des Landesjägertages.

Zum Thema „Wolf und Jagd“ sprach Forstdirektor Ulrich Maushauke aus Grafenwöhr und ging dabei auf die Beute des Wolfes ein. Durch einen Referatsleiter im Umweltministerium erhielten die Teilnehmer Informationen zum „Aktionsplan Wolf“ und zum bayerischen Wolfsmanagement. Angestrebt ist es, den Schutzstatus des Wolfs abzusenken, damit es erlaubt ist das Tier bei nachgewiesener Tötung von Nutztieren zu schießen.

Bei der Landesversammlung am Nachmittag sprachen Staatsministerin Michaela Kaniber und der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger. Anton Fuchs brachte einen Beitrag über die Afrikanische Schweinepest (ASP) ein. Betroffener Aufbruch müsse zur Tierkörperentsorgung gebracht werden und dürfe nicht in den Wald zurück. Aktuell gelte es vor allem präventiv aktiv zu werden, um die Verbreitung der Krankheit zu reduzieren oder wenn möglich ganz zu verhindern. Deutschland ist umgeben von Ländern mit verbreiteter ASP, so Fuchs. Mehr als 400 Fälle wurden in Polen gemeldet, fast 600 in Belgien. In Lettland, so Möller, gibt es keine Schweine mehr, alle seien tot. Entweder sind sie verendet oder sie wurden gekeult. Möller: "Die Gefahr besteht weiter, auch wenn die Medien wenig darüber berichten." Für den Raum Kulmbach besteht bereits eine Sammelstelle. Beim Landratsamt wurde eine Sammelstelle in Auerbach beantragt.

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