02.07.2019 - 13:50 Uhr
AuerbachOberpfalz

Begegnung der Konfessionen in Michelfeld

Die nächste ökumenische Wallfahrt der Dekanate Auerbach und Pegnitz steht in Kürze bevor. Derweil wirkt ihre Vorläuferin nach.

Dekan Gerhard Schoenauer und Dieter Scholl, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Bayreuth, nehmen jeweils 300 Euro aus der Kollekte der ökumenischen Wallfahrt 2018 entgegen. Mit im Bild Dekan Markus Flasinski, Dekanatsratsvorsitzende Sonja Schwemmer, Schriftführerin Regina Schrembs, stellvertretender Dekanatsratsvorsitzender Franz Eller und Helmut Porsch vom Vorbereitungskreis.
von Autor CSProfil

"Die ökumenische Wallfahrt ist die beste ökumenische Veranstaltung. Die Menschen kommen zusammen und reden miteinander", ist sich der Dekan des Kirchenkreises Bayreuth-Pegnitz der evangelisch-lutherischen Kirche, Gerhard Schoenauer, sicher. Der Vorbereitungskreis nannte jetzt Einzelheiten seiner Pläne für die Neuauflage am Sonntag, 21. Juli, unter dem Motto "Getauft und gesendet".

Zur Abschlussbesprechung im katholischen Pfarramt trafen sich die Dekane Markus Flasinski und Gerhard Schoenauer, die Dekanatsratsvorsitzende Sonja Schwemmer, ihr Stellvertreter Franz Eller, Schriftführerin Regina Schrembs, der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbands Bayreuth, Dieter Scholl, und Dekanatsrat Helmut Porsch. Sie teilten bei dieser Gelegenheit mit, dass die Kollekte der Wallfahrt 2018 von 600 Euro zu gleichen Teilen an die Diakoniestation in Pegnitz und an die Sozialstation in Auerbach geht.

Für Sonntag, 21. Juli, kündigte der Vorbereitungskreis einen Sternzug an, der die Pilger dieses Mal in Michelfeld zusammenführt. Der Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes Evangelist beginnt um 14.30 Uhr. Musikalisch begleiten ihn der Bezirksposaunenchor des evangelischen Dekanates Pegnitz unter der Leitung von Dekanatskantor Jörg Fuhr, der katholische Kirchenchor Michelfeld mit seiner Leiterin Brigitte Kormann sowie die Michelfelder Blasmusik, bei der Werner Meisel den Stab führt. Im Anschluss sind alle Teilnehmer zum Fest der Begegnung im Klostergarten eingeladen. Für die Bewirtung zeichnet Regens Wagner verantwortlich. Aus Anlass des Jubiläums 900 Jahre Kloster Michelfeld läuft auf dem Klostergelände zeitgleich ein Mittelaltermarkt.

Ausgangspunkte der drei Prozessionszüge sind Staubershammer (Prozession I an der Kapelle) für die katholischen Pfarreien Pegnitz, Troschenreuth, Büchenbach, Trockau sowie für die evangelischen Gemeinden Pegnitz und Lindenhardt. Für die Teilnehmer der beiden Pegnitzer Konfessionen fährt um 12.45 Uhr ein Bus vom Wiesweiher ab.

Für die Prozession II mit den katholischen Pfarreien Pottenstein, Elbersberg, Hohenmirsberg, Kirchenbirkig und die evangelischen Gemeinden Pottenstein, Plech, Betzenstein/Hüll und Bronn ist Treffpunkt in Nasnitz an der Jakobuskapelle. Der Ausgangspunkt für die Prozession III mit den katholischen Pfarreien Auerbach, Michelfeld, Neuzirkendorf, Gunzendorf, Thurndorf, Creußen, Neuhaus, Hartenstein und den evangelischen Kirchengemeinden Auerbach, Creußen, Schnabelwaid und Birk ist die Kapelle im Ortsteil Saaß.

Das gemeinsame Glaubensbekenntnis in die Gesellschaft hinein zu tragen, sah der stellvertretende Dekanatsratsvorsitzende Franz Eller für die Zukunft als große Herausforderung und Aufgabe. "Beide Kirchen setzen damit ein Zeichen, dass sie zur Einheit kommen wollen", sagte Dekan Markus Flasinski. Er lud auch die orthodoxen Christen zur ökumenischen Wallfahrt ein.

Mit dem Dankeschön des Caritasverbandes für die Spende verband Dieter Scholl Worte der Anerkennung für die Pflegekräfte, die er als "Botschafter der Kirche" verstand. Auch Dekan Gerhard Schoenauer würdigte deren Arbeit: "Ich bewundere diese Menschen, die Unheimliches leisten." Zugleich mahnte er beide Kirchen, "nicht nur schön zu predigen". Er träume von einer Ökumene mit einem Seelsorger für einen Ort.

Dekan Flasinski wies darauf hin, dass am 21. Juli das Magdalenenfest am Nachmittag in Ranna entfällt, aber der Gottesdienst am Vormittag zur üblichen Zeit gefeiert wird.

Beide Kirchen setzen damit ein Zeichen, dass sie zur Einheit kommen wollen.

Dekan Markus Flasinski

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