05.11.2018 - 10:23 Uhr
AuerbachOberpfalz

Chorgesang erfüllt das Kirchenschiff

Üppiger Blumenschmuck in der Michelfelder Asamkirche und ein festlich erleuchteter Altarraum sind deutliche Zeichen dafür, dass etwas Besonderes ansteht: ein tolles Chor-Konzert.

Regionalkantor Georg Schäffner am Dirigentenpult und (von rechts) die beiden Trompetensolisten Markus Toesko und Johann Hofmann tragen in der Asamkirche zu einem großen Konzerterlebnis bei.

Im Dekanatschor sangen anlässlich des Jubiläumsjahres „200 Jahre Dekanat Auerbach“ etwa 140 Sänger aus den Kirchenchören von Büchenbach, Creußen, Gunzendorf, Kirchenbirkig, Michelfeld, Neuhaus/Pegnitz, Pegnitz, Thurndorf und Trockau zur Ehre Gottes. Nach einer grandiosen Eröffnung durch „Singet dem Herrn und preiset seinen Namen“, einer Komposition des Benediktinermönchs Valentin Rathgeber (1682-1750) für Chor und Orgel, sprach Dekan Marek Flasinski einleitende Worte zum Konzert unter dem Motto des Jubiläumsjahres „Wo Gottes Geist ist, da ist Leben“.

Er gab Impulse für das christliche Denken, Tun und Handeln als Antwort auf Gottes Gaben und Geschenke. "Der christliche Glaube lehrt, dass Gott allein den Glauben, die Hoffnung, die Liebe ebenso wie den Frieden, das Leben und seine Botschaft schenkt, aber auch dass Gott in den unterschiedlichsten Situationen und Gegebenheiten auf jeden Einzelnen von uns zählt."

Gut vorbereitet und stimmlich bestens disponiert traten die einzelnen Kirchenchöre des Dekanats mit ihren Liedern im Altarraum der Michelfelder Asamkirche auf. Die gefällige Liedauswahl brachte vor allem melodiöse Gesänge. Ungestört von Beifall zwischen den einzelnen Darbietungen und ohne die Vorgabe einer gedanklichen oder assoziativen Führung durch Kommentare zu Komponist, Werk und Text, konnte jeder, getragen von den sanften Tönen in Moll und Dur, der Inspiration folgen. Die Lieder forderten auf zum Lob Gottes, zur Freude der Gerechten an der Erfüllung des göttlichen Willens, zum Lobpreis Gottes als Licht in der Dunkelheit der Welt. Sie besangen die Schönheit der Gottesmutter und grüßten Maria als die Himmelskönigin.

Begeistert leistete Regionalkantor Georg Schäffner als Dirigent und Organist an der Orgel durch nahezu das ganze Konzert hindurch Schwerstarbeit. Beim Gemeinschaftschor des Dekanats sah man abwechselnd Johannes Havla oder Ottmar Schmitt an der Orgel. Die Solostimme im Sopran sang Christel Schmitt. Solopassagen gab es beim Dekanatschor auch für die Trompeten von Johann Hofmann, Regenthal, und Markus Toesko, Auerbach, bekannt aus dem Bläserensemble Bavarian Brass. aber auch beim „Großer Gott wir loben Dich“ beim großen Tutti der Chorsänger mit den Konzertbesuchern. Gemeinsam sangen die Kirchenchöre aus Pegnitz und Büchenbach unter Leitung von Johannes Havla mit Ann-Kathrin Vierhuff in der Solostimme für Sopran das „Magnificat“ von Alan Wilson und den Segenswunsch „The Lord bless you“.

Den Kirchenchor Michelfeld, dirigiert von Chorleiterin Brigitte Kormann, begleitete Eigengewächs Martina Schmirler bei der Darbietung des Spirituals „Dir, Herr, woll’n wir singen“ und „Auf Gottes Flügel strahlt das Licht“ von Bernd Stallmann.

Hatte der Dekanatschor seine Darbietungen mit dem Werke eines Benediktinermönchs begonnen, so fiel die Wahl eines Schlussliedes für das Jubiläumskonzert wieder auf einen Komponisten des Benediktinerordens. Zwei Benediktinermönche, deren Hauptschaffenszeit im 17. Jahrhundert lag. Das „Magnificat“ für Chor und Orgel entsprang der Feder des Benediktinermönchs Johann Baptist Sternkopf (1753-1817).

Den zahlreichen Konzertgästen in der voll besetzten Asamkirche sprach Dekan Pater Markus Flasinski aus der Seele, als er nach dem Beifall am Ende des Konzerts allen Mitwirkenden für das geistlich-meditative Konzert dankte.

Dekanatsratsvorsitzende Sonja Schwemmer nahm nach der Übergabe eines Dankeschön-Geschenks mit Leckereien von Regens Wagner Michelfeld die Gelegenheit wahr, um Sänger für Kirchenchöre zu werben, da immer weniger bereit seien, Zeit aufzubringen für die regelmäßigen Proben im Chor. "Mit diesem grandiosen Konzert zum Lob Gottes in lauten und leisen Tönen ist doch jedem deutlich geworden, wie sehr der Gesang die Liturgie stützt."

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