Update 21.08.2018 - 18:21 Uhr
AuerbachOberpfalz

Einkleidungs- und Professfeier im Mutterhaus der Schulschwestern

Fünf Festtagskinder sind es, die am Samstag, 25. August, mit Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg in die Mutterhauskirche einziehen, um eingekleidet zu werden oder ihre Profess abzulegen.

Der Einkleidung, der zeitlichen oder sogar ewigen Profess sehen (von links) Franziska Gresik, Sr. M. Esther Borstner, Sr. M. Faustina Vitkova, Sr. M. Hannah Walter und Ida Maria Kastner am Samstag entgegen.
von Autor SCKProfil

(sck) Die beiden Postulantinnen Ida Maria Kastner (32), Zahnärztin aus Mödishofen bei Augsburg, und Franziska Gresik (27), Sozialpädagogin aus Bayreuth, bitten um Aufnahme ins Noviziat. Aus den Händen des Erzbischofs werden sie das Ordenskleid und den weißen Schleier empfangen. Er wird sie auch als Erster mit ihren neuen Ordensnamen ansprechen. Drei Vorschläge durften sie machen. Welcher zum Zug kommt, ist eine Überraschung.

Hinter ihnen liegt das im Kirchenrecht vorgesehene sechsmonatige Postulat, in dem sie sich auf die Einkleidung vorbereitet haben. Die kommenden zwei Jahre im Noviziat dienen der Einführung ins Ordensleben. "Wir wollen das Leben in der Gemeinschaft der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau kennenlernen und uns prüfen, ob wir berufen sind, Christus in dieser Gemeinschaft nachzufolgen", werden sie während der liturgischen Feier am kommenden Samstag sagen.

Zwei Novizinnen haben diese Prüfung jetzt hinter sich und werden die zeitliche Profess auf drei Jahre ablegen. Sie tauschen den weißen Novizinnenschleier gegen den schwarzen Schleier ein. Schwester Maria Hannah Walter (29) aus Mindelstetten wird im Garten und bei den Bienen eingesetzt werden. Schwester Maria Esther Borstner (22) aus Klagenfurt in Kärnten wird die Ausbildung zur Erzieherin beginnen.

Für Schwester Maria Faustina Vitkova sind die Jahre der zeitlichen Profess vorbei. Sie schickt sich an, die Gelübde der Keuschheit, der Armut und des Gehorsams für die ganze Lebenszeit ("Ewige Profess") abzulegen. Der Erzbischof steckt ihr einen Ring an den Finger mit den Worten: "Nehmen Sie diesen Ring entgegen! Halten Sie Christus, dem Bräutigam, die Treue, damit Sie zum ewigen Hochzeitsmahl gelangen!" Außerdem bekommt sie das Brautkränzchen. Zur Profess wird die Generaloberin der Kongregation, Maria Anezka Bednarová, aus dem tschechischen Königgrätz anreisen.

Der Weg der Postulantinnen zu den Schulschwestern:

Die 27-jährige Franziska Gresik wuchs in Bayreuth in einem gläubigen Elternhaus mit einer evangelischen Mutter und einem katholischen Vater auf. Franziska wurde evangelisch getauft und ging zur Konfirmation. Nach dem Abitur in Bayreuth studierte sie in Würzburg Sozialpädagogik und schloss mit dem Bachelor ab. Ein halbes Jahr arbeitete sie als Au-pair-Mädchen in Irland und beriet dann Eltern in der sozialmedizinischen Nachsorge der Kinderklinik Bayreuth.

Religiöse Gespräche mit befreundeten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, das Rosenkranzgebet und die Lektüre des Buches „Maria von Guadalupe“ führten sie allmählich an den katholischen Glauben heran. Drei Jahre bereitete sie sich auf die Konversion vor und empfing vor eineinhalb Jahren die Erstkommunion und die Firmung in der Bayreuther Schlosskirche.

Über Pfarrer Dr. Christian Karl Steger lernte sie die Auerbacher Schulschwestern kennen. Seit September vergangenen Jahres war sie als Leiterin der Hausaufgabenbetreuung der Realschule Auerbach im Haus St. Josef und im Kinderhort tätig. Mehr und mehr kam sie zu dem Entschluss, sich Gott in dieser Gemeinschaft zu weihen. Für Franziska ist es eine große Freude, dass nun auch ihre Mutter mit ihr den katholischen Glauben teilt.

Die 32-jährige Ida Maria Kastner aus Mödishofen bei Augsburg studierte Zahnmedizin in Ulm und Heidelberg. 2012 legte sie das Examen ab und schrieb eine Doktorarbeit über die Wechselwirkungen von Medikamenten. Als Zahnärztin war sie in Augsburg und in einer ländlichen Praxis tätig. 2016 engagierte sie sich in der „Medical Mission“ in Mexiko.

Sie wuchs mit zwei älteren Brüdern und einer jüngeren Schwester in einem katholischen Elternhaus auf, in dem sie Grundlagen des Glaubens kennenlernte. Ihre persönliche Beziehung zu Gott reifte im Kontakt mit der „Jugend 2000“ in Augsburg.

Durch Exerzitien im Auerbacher Kloster kam sie in Kontakt mit den Schulschwestern von Unserer Lieben Frau. Nach mehrmaligen Besuchen in Auerbach und einem längeren Reifungsprozess gewann sie die innere Gewissheit: „Hier gehöre ich hin. Ich will mich Gott ganz schenken.“ Nach ihrem Umzug nach Auerbach arbeitete sie als Teilzeitkraft in der örtlichen Zahnarztpraxis Ixmann. (sck)

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