05.10.2018 - 16:53 Uhr
AuerbachOberpfalz

Festival der Schöpfung - ein Einjahres-Projekt

Zu Anfang herrscht noch Skepsis. Doch das Festival der Schöpfung löst einen Stimmungswandel aus.

Das Fotobuch hält Eindrücke des Kindergarten-Projekts fest. Von links Konstantin Lindner, Dekanatsratsvorsitzende Sonja Schwemmer, Schriftführerin Regina Schrembs und Dekan Pater Markus Flasinski.
von Autor SCKProfil

Das Projekt der Kindergärten zum 200. Jubiläumsjahr des Dekanats Auerbach ist zu Ende gegangen. Es stellte die Schöpfung in den Mittelpunkt und erstreckte sich über ein Jahr.

Dekan Pater Markus Flasinski, der damalige Dekanatsratsvorsitzende Herbert Appl und Schriftführerin Sonja Schwemmer - inzwischen Vorsitzende - holten zu Beginn mit dem Religionspädagogen Konstantin Lindner von der Universität Bamberg und Melanie Esdorf von der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Bayreuth kompetente Verstärkung in das Projektteam. Anfangs standen die einzelnen Kiga-Leitungen dieser Idee eher zögerlich gegenüber, erinnern sich die Verantwortlichen im Rückblick.

Einige Leiterinnen und Erzieherinnen kannten sich zwar, aber eine Kooperation zwischen den Kindergärten schien ihnen aber nicht so leicht möglich zu sein. Doch gerade in einer Vernetzung und Bündelung der Kräfte sah das Projektteam ein Ziel in der Erwachsenenbildung.

Der pädagogische Grundgedanke für das "Festival der Schöpfung" war es für Dekan Flasinski, den Erziehern die Schöpfung als Geschenk Gottes ins Blickfeld zu rücken und so auch eine Sensibilisierung der Kinder zu erreichen. Das Team hatte dabei auch das päpstliche Schreiben "Laudato si" über die Schöpfung als "gemeinsames Haus" vor Augen, das es durch Umwelt- und Klimaschutz zu bewahren und erhalten gilt.

Zum Projekt lud er Dekanatsrat alle Kindergärten in seinem Gebiet ein, egal ob sie in evangelischer, katholische oder kommunaler Trägerschaft arbeiten. Konstantin Lindner hatte auch persönliche Erfahrungen aus der Grundschule einzubringen, um den Kindern im Vorschulalter die komplexe Thematik der Schöpfung verständlich zu machen.

Jeder teilnehmende Kindergärten erhielt ein Bild eines Symbols wie Sonne, Mond und Sterne, Wasser und Wind, Feuer, Friede, Tod oder Mutter Erde. Das Jahr hindurch gestalteten die Kinder zu ihrem Symbol eine Seite für ein Buch, das von Kindergarten zu Kindergarten weitergereicht wurde. Es wuchs so zu einem fast 100-seitigen Kompendium.

Das Fotobuch "Festival der Schöpfung", konzipiert von Melanie Esdorf, Konstantin Lindner und Sonja Schwemmer liegt druckfrisch vor. Es enthält Beiträge der Kindergärten aus Auerbach, Michelfeld, Troschenreuth, Trockau, Creußen, Pegnitz, Hohenmirsberg und Elbersberg.

Am Ende des Projektes sprach nun Lindner von einer sehr positiven Resonanz. "Die zögernde Haltung seitens der Kindergartenleitungen war nach dem begeisternden Erfolg der Anfangsveranstaltung überwunden. Die entstehende Vernetzung zeigte sich bereits in der Vorbereitung, als erkennbar wurde, dass das ganze Dekanat zusammen an der Gestaltung des religiösen Lebens in den Kindergärten arbeitete."

Das Projektteam konnte auch über die Kindergärten hinaus aktivieren: Wasserwirtschaftsamt, Juragruppe, Forstamt, Amt für Landwirtschaft und Forsten, Feuerwehr und Imkerverein brachten sich ein. Sie vermittelten wesentliche Grundeinsichten zu den Elementen der Schöpfung, sei es im Natur-Memory mit Blättern und Früchten und den ihnen eigenen Düften oder in der Reinigung des Wassers durch den Filter der einzelnen Bodenschichten.

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