11.04.2019 - 14:16 Uhr
AuerbachOberpfalz

Frankreichfahrt der Realschule Auerbach

Das Gedenken am Grab des Michelfelder Infanteristen Karl Schaffer bleibt den Französisch-Schülern der Realschule Auerbach als bewegender Augenblick ihrer Frankreich-Reise im Gedächtnis.

Die Schüler in Nancy.
von Externer BeitragProfil

Die Neunt- und Zehntklässler, die sich zum Besuch ihrer Partnerschule in Jarville-la-Malgrange bei Nancy aufhielten, widmeten einen Tag dem Besuch verschiedener Gedenkstätten des Ersten Weltkrieges bei Verdun. Dass auf dem riesigen deutschen Soldatenfriedhof mit mehr als 21 000 Gräbern auch ein Michelfelder bestattet ist, wussten viele Schüler noch nicht.

24 Jahre alt war Karl Schaffer, als er am 10. März 1916 in den Kämpfen ums Leben kam. Die Auerbacher Realschüler stellten an der Gedenkstätte eine Blumenschale mit einer selbst gebastelten deutschen und französischen Flagge ab und sprachen ein Gebet, sowohl für die Opfer des Krieges als auch um Frieden in der Welt. Der Unterstützung durch den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge ist es zu verdanken, dass die Jugendlichen auf diese Weise den bleibenden Auftrag der deutsch-französischen Versöhnung und Freundschaft aufnehmen.

Die Fahrt nach Frankreich stellte den Gegenbesuch zum Aufenthalt der Franzosen in Auerbach dar. Die Begrüßung der deutschen Schüler und ihrer Französisch-Lehrerinnen Schwester Gerlinde Lehner und Isolde Krockauer sowie Konrektorin Silke Karl im Collège Albert Camus fiel sehr herzlich aus. In Auerbach waren enge Freundschaften entstanden, so dass die französischen Jugendlichen, wie Schulleiter M. Lemasson berichtete, begeistert zurückgekehrt waren.

In den folgenden drei Tagen konnten die guten Beziehungen intensiv gepflegt werden: Die deutschen Schüler nahmen am Unterricht und natürlich auch am Essen in der Schulkantine teil, unternahmen eine Stadtrallye durch die herrliche Stadt Nancy, besuchten das berühmte Volksfest Foire de Nancy und verbrachten ihre Freizeit gemeinsam. Viele genossen die Einladung zum typischen französischen "dîner" in die Familien. Schließlich wurde die Fahrt auch noch mit einem deutsch-französischen Frühstück in der Schule und einer Preisverleihung für die besten Gruppen beim Workshop und der Stadtrallye beschlossen.

An der Kriegsgräberstätte, wo auch der Michelfelder Karl Schaffer ruht, ließen die Realschüler eine Blumenschale zurück.
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