13.12.2019 - 12:07 Uhr
AuerbachOberpfalz

Grüner Gockel für Christuskirche in Auerbach

Die Bewahrung der Schöpfung macht sich auch die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde zur Aufgabe. Dafür steht der "Grüne Gockel".

Nach dem Festgottesdienst präsentieren (von links) Bürgermeister Joachim Neuß, Barbara Persau-Kroher, Pfarrer Moritz von Niedner und Ulrich Deinzer eine Ausgabe der Umwelterklärung.
von Autor CSProfil

Zu den mehr als 800 Kirchengemeinden deutschlandweit mit dem "Grünen Gockel" hat sich jetzt Auerbach hinzugesellt. Die Gläubigen feierten das in einem Gottesdienst in der Christuskirche und einem Empfang.

Die Auerbacher Kirchengemeinde hat das kirchliche Umweltmanagementsystem "Grüner Gockel" eingeführt und zur Dokumentation einen Umweltbericht vorgelegt. Sie ist berechtigt, das Zeichen "Grüner Gockel" zu führen, bestätigt die Urkunde mit den Unterschriften von Oberkirchenrat Detlev Bierbaum und Bernd Brinkmann von der Arbeitsstelle Grüner Gockel.

Pfarrer Moritz von Niedner griff in seiner Predigt auf den Paulusbrief zurück: "Erfüllt euere Pflicht, lasst euch nicht vorhalten, dass ihr euere Hausaufgaben nicht gemacht habt." Er spornte dazu an, im Umweltschutz mit gutem Beispiel voranzugehen.

Im Einklang mit Schöpfung leben

"Viele kleine Schritte werden mit diesem Umweltmanagementsystem angegangen: Strom-, Wasser- und Papierverbrauch, sparsame Heizung und anderes mehr. Wir müssen bereit sein, jetzt Schritte zu tun, die unsere Lebensweise in Einklang mit der Schöpfung bringen", appellierte Dekan Gerhard Schoenauer. Das eigens vor einem Jahr ins Leben gerufene Umweltteam der Kirchengemeinde mit Bernd Scheller, Barbara Persau-Kroher und Ulrich Deinzer hat in seinem Programm die Ziele für die nächsten vier Jahren beschrieben. Schoenauer gratulierte zum Erfolg nach einem langen Weg.

"Es ist nicht so einfach, einen Grünen Gockel zu kriegen", betonte Ulrich Deinzer beim Emfang nach dem Gottesdienst. Es gehe nicht nur um Umwelt und Arbeitssicherheit. Als großes Objekt sei allerdings die Sanierung des Gemeindehauses schon vor der Einführung des Grünen Gockels erfolgt und, wie die Bestandsaufnahme besagt, gut gelungen. Nun warten viele kleinere Maßnahmen darauf, in Angriff genommen zu werden. Kirche und Gemeindehaus werden bereits durch den Wechsel des regionalen Anbieters mit Ökostrom gespeist.

"Wir werden täglich besser"

Bürgermeister Joachim Neuß begrüßte die Vorreiterfunktion der evangelischen Kirchengemeinde. Durch den ganzheitlichen Ansatz werden sämtliche Potenziale zum Schutz der Umwelt im kirchlichen Umfeld ermittelt und konkrete Maßnahmen zur Bewahrung der Schöpfung festgelegt. Mit Stolz verwies das Stadtoberhaupt auf das bereits Erreichte. So werde im gesamten Gemeindegebiet schon jetzt fast die doppelte Menge von regenerativem Strom erzeugt wie die Haushalte verbrauchen: "Wir werden täglich besser, müssen aber diese Informationen stärker nach außen tragen."

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