Die Haselmaus gehört der Familie der Bilche oder Schläfer an, nicht wie der Name vermuten lässt zu den Mäusen. Sie sind Nagetiere und die nächste Verwandtschaft ist unter anderem der Siebenschläfer. Dies erläuterte der Gebietsbetreuer beim Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach, Rudolf Leitl, und seine Mitarbeiterin Anita Vieracker bei einem Pressetermin vor Ort. "Die Tiere ernähren sich von Blüten, Pollen, Eicheln und natürlich von Haselnüssen. Die Haselmaus bekommt im Spätsommer ihren Nachwuchs, bevor sie je nach Witterung von Oktober bis Mai Winterschlaf hält."
Über die Verbreitung der Haselmaus ist wenig bekannt, sie beschränkt sich auf die Mittelgebirge und auf den Südwesten Deutschlands. Der streng geschützte Nager steht auf der Roten Liste in Deutschland und genießt den strengen Schutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Ein Projekt im Landkreis Amberg-Sulzbach mit sogenannten Haselmaus-Tuben brachte im Jahre 2013 die Erkenntnis, dass sich nur ein eindeutiger Nachweis der Haselmaus in der Nähe des Rabenfelsens im Stadtwald von Auerbach finden ließ. Dieser eine Fundpunkt deutete auf den Zusammenbruch der Haselmauspopulation hin, daher wurden nun dringende erforderliche Hilfsmaßnahmen getroffen.
Als verbesserte Methode zur Erfassung und gleichzeitig als echte zusätzliche Quartiere für die Haselmaus wurden im August 2018 von Rudolf Leitl und Anita Vieracker vor allem im Umfeld des neuesten Nachweises beim Rabenfelsen im Stadtwald Auerbach spezielle Haselmauskästen ausgebracht. Die Kästen dienen den Nagern als Schutz vor Feinden und haben die Öffnung hinten am Baumstamm (Umgedrehte Vogelkästen). Im Zuge des Projekts “Spezielle Artenhilfsmaßnahmen für die Haselmaus“, das auch vom Freistaat Bayern gefördert wird, wurden nun zirka 100 solcher Kästen verteilt. Diese GPS-eingemessenen Behausungen werden nun im August 2019 kontrolliert, um so zu sehen, ob der Auerbacher Stadtwald nun wirklich der einzige, nachweisliche Standort der Haselmäuse im Landkreis Amberg-Sulzbach ist.














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