22.06.2018 - 17:23 Uhr
AuerbachOberpfalz

Lebendiges Bild zeigen

Als Ereignis, das es bisher noch nicht gegeben hat, macht die Vorstellung des Jubiläumsbuches „200 Jahre Dekanat Auerbach“ von sich reden.

Unter den Entwürfen, die ein Wettbewerb für den Umschlag des Jubiläumsbuchs brachte, haben zwei Pegnitzer Schülerinnen die Juroren überzeugt. Von Andrea Frauenholz und Saska Lodes stammt die letztlich verwendete Variante.

(cs) Vertreter der Kirche, der beiden Orden und der politischen Gemeinde hatten sich in der Stadtbücherei St. Johannes zusammengefunden, um von Hauptkoordinator Hubert Haberberger erste Eindrücke über das Werk einzuholen.

Das Buch soll ein lebendiges Bild der 14 Pfarreien vermitteln, die sich mit ihren Kirchen, Kapellen, Einrichtungen, kirchlichem Leben und Mitarbeitern vorstellen. Ihrer wichtigen Rolle entsprechend wurden auch die Chöre mit aufgenommen sowie die Tafeln. Berücksichtigung finden Jung und alt (katholische Jugendgruppen, Besuchsdienste und Seniorenkreise), die sich in der Kirche engagieren, darüber hinaus die kirchlichen Feste wie Fronleichnam und die Patronatsfeste wie auf dem Gottvaterberg in Auerbach.

Dabei wurden den Pfarreien große Freiheiten zugestanden, wie Haberberger erklärte, der durch viel „Zuarbeit“ unterstützt wurde. Im Buch finden sich auch die Klöster in Auerbach und Michelfeld sowie die Kongregation der Resurrektionisten, des weiteren die Dekane im Dekanat Auerbach und mit Unterstützung von Alfred Graf Persönlichkeiten im Priesteramt.

Regionaldekan Josef Zerndl sprach von einer Verzahnung zwischen kulturellen Impulsen und kulturellem Engagement. Die Zielsetzung bei der Festlegung von Dekanaten, überschaubare Räume zu generieren und Impulse zu geben, sei in Auerbach in bemerkenswerter Weise geschehen. Dabei sei Auerbach dem Erzbistum Bamberg stets verbunden geblieben: „Kirchliche und politische Grenzen haben sich nie gedeckt, und trotzdem gibt es feste Bezugspunkte.“

In der Krankenpflege oder auf dem Bildungssektor seien Schulschwestern und Regens Wagner Michelfeld involviert und hätten überpfarrliche Akzente gesetzt. „Auerbach ist da ein bisschen voraus.“ Er machte auch kein Hehl daraus: „Auerbach ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen.“

Mit einem Blick in die Zukunft machte Zerndl deutlich, dass es kirchliche Strukturveränderungen immer wieder gebe. Er wünsche sich, dass von pastoralen Räumen gesprochen wird, wobei niemand Angst haben müsse vor Veränderungen.

Bürgermeister Joachim Neuß gratulierte zur Herausgabe des Buches und dazu, dass es termingerecht erschienen ist. Gehütet wie ein Schatz, sei es gelungen, das Geheimnis erst zur Vorstellung zu lüften.

Dekanatsratsvorsitzende Sonja Schwemmer zeigte sich begeistert vom Inhalt des Buches. Die Entscheidung darüber, wie es mit dem Dekanat Auerbach weitergeht, ob es in Gänze zum Zusammenschluss zu einem Seelsorgebereich kommt oder ein anderer Weg eingeschlagen wird, soll in den nächsten Tagen fallen. „Diese Entscheidung weist dann auch dem Buch den entsprechenden Platz zu: entweder als Chronik des gemeinsamen Weges oder als Startpunkt in eine gemeinsame Zukunft.“

Sie informierte, dass die Bücher in der kommenden Woche an die Pfarreien weitergegeben werden und dort wie auch im Buchhandel zum Preis von 15 Euro erhältlich sind. Ab sofort liegt in der Bücherei St. Johannes ein Exemplar zur Ansicht aus, sagte die Leiterin Claudia Schnödt.







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