08.07.2018 - 09:43 Uhr
AuerbachOberpfalz

Lodes-Museum in neuem Glanz

Länger als eingeplant dauert es mit dem Umzug des Lodes-Museums von der Alten Münze in das Schenklschulhaus. Nun ist es so weit: die Exponate des gebürtigen Auerbacher Künstlers befinden sich im neuen Domizil an Ort und Stelle

Das neue Domizil für das Lodes-Museum im Schenkl-Schulhaus wird am Freitag, 20. Juli, eröffnet. Viele Stunden verbringen Georg Büttner (im Bild) und Kurator Josef Schaller, die “Motoren” bei der Präsentation der Werke des Auerbacher Künstlers Rudolf Lodes, mit der Platzierung der Bilder.

(cs) Am Freitag, 20. Juli, um 10 Uhr findet zum Altstadtfest die offizielle Wiedereröffnung statt. Zu den vielen Exponaten, die die meisten Auerbacher noch nicht besichtigt haben, werden als Schwerpunkt Bilder mit Motiven zur Gesellschaftskritik aus den Händen von Rudolf Lodes gezeigt. Die räumliche Beschränkung ermöglicht es trotzdem, bedeutende Werke von Lodes der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Erforderlich wurde der Wechsel nach sechs Jahren in das Schenklschulhaus, im Besitz der Spitalstiftung, aufgrund des Ablaufs des Mietvertrags Ende Januar. Stadt und Förderverein stellten Überlegungen an, wie dieses kulturelle Erbe Lodes erhalten und auch eine entsprechende Präsentation geschaffen werden kann. So fiel die Wahl auf den Raum mit etwa 60 Quadratmetern im Erdgeschoss des früheren Schenklschulhauses (ehemalige Milchhalle).

Die Lage direkt am Marktplatz ist durchaus günstig, sind sich die Verantwortlichen einig. Dazu lagern im zweiten Stock des Anwesens der Spitalstiftung griffbereit auch das Archiv des Museums mit dem Rest an Gemälden und eine große Menge an Grafiken. Rund 1950 Besucher haben das Museum bisher besichtigt, darunter 552 aus Schulklassen und anderen Gruppen sowie Besucher von auswärts. „Eine verhältnismäßig kleine Menge gemessen an der Einwohnerzahl unserer Gemeinde“, bedauert Kurator Josef Schaller als verantwortlicher Leiter.

Auch Werbemaßnahmen wie Zeitungsberichte, Kalender mit Lodesmotiven, Kunstkarten, Ausstellungen von auswärtigen Künstlern und wechselnde Exponate konnten den Besuch nicht wesentlich steigern. So ließen sich für die Stadt die Kosten für Unterhalt und Miete der Räume auf Dauer nicht rechtfertigen. Der Umzug hat eine geraume Zeit in Anspruch genommen, denn im Haus entstand ein bedenklicher Wasserschaden, dessen komplizierte Reparatur sich sehr lange hinzog.

Laut Kurator Josef Schaller wird die Öffnung wohl nicht mehr jeden Sonntag wie in der Vergangenheit möglich sein, sondern sich auf wenige Tage im Jahr beschränken. Der neue Modus bedürfe aber noch einer Absprache mit der Stadt. Zugleich dankt Schaller auch im Namen des Bürgermeisters für die vom Idealismus gekennzeichnete Mitarbeit der im ehrenamtlichen Einsatz tätigen Frauen und Männer, die nahezu sechs Jahre durch ihren Aufsichtsdienst das ganze Jahr hindurch für den Bestand des Lodes-Museums Sorge tragen.

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