16.04.2019 - 16:55 Uhr
AuerbachOberpfalz

Passionssingen in der Pfarrkirche Auerbach

Seinen 70. Geburtstag feiert der Heimat- und Trachtenverein Auerbach im Juni. Seine Nachbarn bringen jetzt schon ein Geschenk.

Beim Finale (von links): Birgländer Stubenmusik und Birgländer Sängerinnen - Herbert Brzoza, Petra Deyerl, (im Hintergrund Thomas Riedhammer und Andreas Götz vom Trachtenverein Auerbach) Petra Delert-Wanitschek, Sandra Maderer, Lisa Brzoza, Sulzbacher Stubenmusik - Sabine Stümpfl, Lydia Zagel, Susanne Zagel, Bernadette Strobl, Sulzbacher Sänger Christian Pruy, Konrad Stauber, Markus Stauber.
von Autor SCKProfil

Ein Passionssingen in der Auerbacher Pfarrkirche gestalteten Gesangs- und Instrumentalgruppen der Sulzbach-Rosenberger Heimatvereine Stamm und Birgland. Anlass war die 70-Jahr-Feier der Auerbacher Trachtler. Der Eintritt war frei; Spenden kommen der Gottvaterbergkirche zugute.

Teil christlicher Identität

In seinen einleitenden Worten nannte Dekan Markus Flasinski das Passionssingen einen Teil der christlichen Identität mit einer langen Tradition. Lieder und Texte vom Abendmahl, Ölberg und von der Kreuzigung machten das Geschehen in Jerusalem vor 2000 Jahren lebendig für die Menschen von heute.

Musikwart Konrad Stauber vom Gebiet West des Oberpfälzer Gauverbands der Heimat- und Trachtenvereine führte durch das Programm. Es stimmte auf die Karwoche und das österliche Fest der Auferstehung Jesu von den Toten ein.

Die Mitwirkenden

Vom Trachtenverein Stamm kamen die Sulzbacher Sänger Konrad Stauber, sein Sohn Markus Stauber und Christian Pruy. Die Sulzbacher Stubenmusik mit Bernadette Strobl an der Gitarre, Sabine Stümpfl am Hackbrett und Lydia Zagel mit Tochter Susanne Zagel an der Zither gewährleisteten die stimmungsvolle musikalische Begleitung. Im Quintett traten Lisa und Herbert Brzoza, Petra Delert-Wanitschek, Petra Deyerl und Sandra Maderer vom Heimatverein Birgland auf.

Mit sanften Flötentönen eröffneten Sandra Maderer und Lisa Brzoza zur Gitarrenbegleitung von Petra Deyerl das Passionssingen. Musikwart Konrad Stauber drückte als Initiator seine Freude über den Auftritt der beiden Sulzbach-Rosenberger Vereine in Auerbach aus. Er übernahm neben seinem Part im männlichen Gesangstrio auch das Amt des Lektors. Zwischen den Musikstücken las er besinnliche Texte. Sie setzten sich auseinander mit der Passionserfahrung, der Einsamkeit Jesu am Ölberg, Geißelung und Schmerz, mit Maria als mitleidender Mutter, mit Kreuzweg, Leidensweg und Lebensweg, zu Tod, der überraschenden Auferstehungsfreude und dem Durchgang hin zum Fest des Lebens.

Nach Staubers Worten stimmten die Birgländer Sängerinnen Petra Delert-Wanitschek, Sandra Maderer und Lisa Brzoza, begleitet von Petra Deyerl an der Gitarre und Herbert Brzoza am Hackbrett, das Lied "Zum Osterfest wir alle ziehen" an. Darauf folgten Gitarren-, Hackbrett- und Zitherklänge der Sulzbacher Stubenmusik. Gedanken über die Einsamkeit Jesu, aber auch des Menschen von heute, schloss Stauber mit der Bitte an Gott, anders als die schlafenden Apostel wach zu sein, wenn man gebraucht wird.

Spannende Wechsel

Interessant und spannend war das Spiel der Birgländer Stubenmusik mit dem Wechsel der Instrumente in den Musikstücken und in der Gesangsbegleitung. Da stellte Herbert Brzoza auch mal das Hackbrett beiseite und griff zum Akkordeon. Flöte, Gitarre und Hackbrett erklangen bei den Birgländern nach einer Meditation über Maria als Symbolfigur des mitleidenden Menschen. Auf die Aufforderung der Sulzbacher Sänger, aufzuwachen nach dem kleinen Tod des nächtlichen Schlafs, folgte ein weiterer Beitrag der Stubenmusik.

Reichlich Beifall

Die Gemeinde war beim Lied "O Haupt voll Blut und Wunden" eingeladen, mitzusingen. Und dann folgte das Finale mit dem Einsatz aller beteiligten Gruppen. Dabei erklangen die Strophen im Wechsel, und den Refrain trugen Birgländer Sängerinnen sowie das Stamm-Männertrio gemeinsam vor. Als Stimmen und Instrumente verklungen waren, erhoben sich die Besucher des Passionssingens von den Plätzen und spendeten reichlich Beifall.

Andreas Götz vom Auerbacher Trachtenverein dankte "für eine Stunde Einkehr, eine Stunde Heimat und eine Stunde Brauchtum", welche die beiden Sulzbach-Rosenberger Vereine den örtlichen Trachtlern in ihrem Jubiläumsjahr geschenkt hatten. Er lud ein zum großen Jubiläum am Sonntag, 2. Juni.

Die Sulzbacher Stubenmusik mit Sabine Stümpfl, Lydia Zagel, Bernadette Strobl, Susanne Zagel; im Hintergrund die Sulzbacher Sänger Konrad Stauber, (Christian Pruy verdeckt), Markus Stauber.
Lydia Zagel begleitet die Sulzbacher Sänger Christian Pruy, Konrad Stauber und Markus Stauber auf der Zither.

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